3D-Druck
Additive Fertigung in der Industrie: Zertifizierung sichert Qualität

Ein Gastbeitrag von Gunther Kuhn und Dr.-Ing. Gregor Graf 4 min Lesedauer

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Mit additiv gefertigten Halbzeugen erreicht die Prozessindustrie neue Höhen. Dank der Erfüllung strenger Sicherheitsrichtlinien und Zertifizierungen entstehen innovative, rechtssichere Anwendungen.

Von Metall zu Pulver: Der erste Schritt im 3D-Druckprozess. (Bild:  Rosswag Engineering)
Von Metall zu Pulver: Der erste Schritt im 3D-Druckprozess.
(Bild: Rosswag Engineering)

Die Vorteile der additiven Fertigung sind vielfältig: mehr Flexibilität, reduzierte Ausfallkosten und geringere Abhängigkeit von Lieferketten. Der 3D-Druck ermöglicht das schnelle Herstellen von Ersatzteilen vor Ort und auf Abruf, ohne lange auf Lieferungen warten zu müssen. Dies verkürzt Stillstandzeiten durch ungeplante und teure Ausfälle und auf hohe Lagerbestände kann verzichtet werden. Ein weiterer Pluspunkt: Additiv gefertigte Teile zeichnen sich durch Präzision und hohe Qualität aus. Diese Technologie ermöglicht selbst hochkomplexe Geometrien und Innovationen in Bereichen, in denen Sicherheit und Zuverlässigkeit entscheidend sind.

3D-Drucklösungen für die Industrie

Seit 2014 spezialisiert sich ein baden-württembergisches Unternehmen auf die additive Fertigung: Rosswag Engineering hat bereits mehr als 100.000 Bauteile für verschiedene industrielle Anwendungen hergestellt. Der Mittelständler aus dem Pfinztal setzt auf Metall-3D-Druck im Laserschmelzverfahren (Laser Powder Bed Fusion/LPBF). Komplexe Geometrien und filigrane Strukturen können mühelos realisiert werden, was mit herkömmlichen Methoden oft schwierig oder nicht möglich ist. Der 3D-Druck erlaubt zudem, mehrere Funktionen in einem einzigen Bauteil zu kombinieren. Das spart Montagezeit und -kosten. Aufwändige Guss- und Negativformen sind nicht erforderlich. Dadurch reduziert sich der Zeitaufwand und die Ressourcen werden effizienter genutzt.