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Große Bedeutung haben Mitarbeiter in der Entwicklung von 3D-Bauteilen
Dr. Eric Klemp, Direktor des Direct Manufacturing Research Centers (DMRC) in Paderborn, rückte an diesem Themenabend in Aachen vor allem das Wissen des Personals für eine zügige Entwicklung von 3D-Bauteilen in den Vordergrund. Es sei sehr schwierig, additive Bauteile zu kopieren, weil die Herstellungsparameter individuell seien, sagte der Direktor des DMRC, das 2008 von Boeing, EOS, Evonik Industries und SLM Solutions sowie von der Universität Paderborn gegründet wurde, um additive Fertigungsverfahren in serienreife Produktionsverfahren zu integrieren.
Die bislang bestehenden Fertigungswelten können sich gravierend verändern, wenn leistungsfähige Design- und Herstellungswerkzeuge jedermann zur Verfügung stehen. In den USA scheint man sich darauf bereits einzustellen. Der amerikanische Präsident Barack Obama regte jedenfalls schon an, jede Schule mit einem 3D-Drucker auszustatten. Der Patentanwalt Dr. Patrick Liptau von der Anwaltskanzlei Michalski, Hüttermann & Partner, Patentanwälte bestätigte auf der Veranstaltung in Aachen den Innovationsvorsprung der Amerikaner. Untersuchungen der Kanzlei zufolge ist das amerikanische Unternehmen 3D Systems mit etwa 40 Patentanmeldungen pro Jahr führend, gefolgt von Stratasystems, der Top-Forschungsadresse in den USA, dem MIT sowie Hewlett Packard.
3D-Druck wird in den USA bereits zügig weiterentwickelt
Wenn es um das Drucken dreidimensionaler Objekte geht, spricht die Fachwelt auch vom „Additive Manufacturing“ oder der „Additiven Herstellung“. Dabei wird pulverisiertes, geschmolzenes oder flüssiges Material in eine individuelle dreidimensionale Geometrie verteilt und unter Einwirkung von Lasern ausgehärtet. Dieser Prozess wiederholt sich vielfach, wobei dreidimensionale Objekte schichtweise aufgebaut werden.
In den USA wurde der 3D-Druck bereits zügig weiterentwickelt. Als Innovationstreiber wirkten leistungsfähigere Computer, verbesserte Designsoftware und innovative Werkstoffe. Auch Marktdaten liegen bereits vor. Der Analyst Terry Wohlers stellt zum Beispiel Jahresberichte für die additive Fertigungsindustrie vor, die von Analysten und Führungskräften stark beachtet werden.
Für 2013 prognostizierte Wohlers ein Marktwachstum von 34,9 %. 40 % der weltweit verwendeten 3D-Drucker befinden sich seinen Erkenntnissen zufolge in den USA. Es folgen Deutschland und Japan mit jeweils 10 %. Für den 3D-Druck interessieren sich hauptsächlich die Luft- und Raumfahrtindustrie sowie die Medizin- und Zahntechnik.
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