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Chemische Vernickelung beschichtet auch komplizierte Geometrien gleichmäßig
Bei der chemischen Vernickelung wird eine Nickel-Phosphor-Legierungsschicht auf einer Oberfläche haftfest abgeschieden, wie AHC erläutert. Die Abscheidung erfolge in einem wässrigen Elektrolyten mit gelösten Nickelionen. Ein Reduktionsmittel liefere den Phosphor, der gleichmäßig in die Nickelschicht eingebaut werde. Die Abscheidung von Chemisch Nickel-Schichten finde auf aktivierten Oberflächen, hier Aluminiumlegierungen, statt. Der Vorgang des chemischen Vernickelns laufe so lange, bis das Bauteil aus dem Elektrolyten entfernt wird.
Die Schicht wachse überall auf dem Bauteil gleichmäßig schnell auf. So seien auch tiefe Bohrungen und Hohlräume zu beschichten, sofern ein Elektrolytaustausch erfolge. Ecken und Kanten wiesen keine Verdickungen und Einschnitte sowie Kerben keine Schichtverminderungen auf. Die konturengetreue Abbildung der Oberfläche sei ein wesentliches Kriterium für den Einsatz von Chemisch Nickel- Schichten.
Neue Anlage zur chemischen Vernickelung beschichtet Teile bis 150 kg
Mit der neuen Durnicoat-Anlage (DNC-AL-Anlage) steht nach Unternehmensangaben ein Warenfenster von 1000 mm × 1200 mm × 600 mm (L/H/B) und einer maximalen Nutzlast der Warenträger von 150 kg zur Verfügung. Gefahren werde die bleifreie Variante Durnicoat 571 mit einem Phosphorgehalt von 9 bis 13 %, mit der sich besonders korrosions- und verschleißfeste Schichten erzeugen ließen. Es seien zwei Becken vorgesehen, wovon eines auch mit einem anderen Chemisch Nickel-Elektrolyten befüllt werden könne, so dass auch andere Einsatzgebiete bedient werden könnten. Mittelfristig sei eine Erweiterung auf eine dritte Wanne geplant.
Die vollautomatische Anlage sei so konzipiert, dass möglichst wenige Chemikalien verbraucht beziehungsweise die Standzeiten verlängert werden. Dies werde zum Beispiel durch Filtertechniken, automatische Nickelcontroller, standzeit-verlängernde autarke IAT-Spülen (Ionenaustauscher-Spülen) und neuartige Kunststoffgestelle erreicht. Der Einsatz von Kunststoffgestellen und speziellen Kunststoffhaken, die das Beschichtungsgut halten, verhindert so laut AHC die ungewollte Abscheidung von Nickel an den Gestellen.
Energieeffizienz bei der neuen Anlage zur chemischen Vernickelung ermöglicht Einsparungen
Die effiziente Kühltechnik einiger Prozessbäder sorge gleichzeitig für eine Energieeinsparung. Diese Kühltechnik sei so aufgebaut, dass die Wärmetauscher nicht in den Wannen, sondern außerhalb angebracht sind. Somit werde effizienter gekühlt und zudem vergrößere sich so das nutzbare Badvolumen. Auch die Heizung befinde sich außerhalb der Wannen (Mantelheizung). Ein Energiemanagementsystem sorge für die Einsparung von Heiz- und Kühlleistung. Da alle Bäder sehr dicht durch Deckel abgedeckt sind, wenn das entsprechende Bad gerade nicht angefahren wird, müssen nur circ 8000 m³/h verunreinigte Luft abgesaugt werden, wie es heißt. Selbst die Transportwagen würden abgesaugt.
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