Automatica 2010

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MM: Rechnen Sie noch damit, die Marke von 870 Ausstellern aus dem Jahr 2008 zu übertreffen?

Schneider: Ehrlich gesagt halte ich das für unrealistisch. Ich möchte keine genaue Prognose abgeben. Aber wir haben eine Halle weniger und eine Flächenreduktion von 20%. Von ähnlichen Größenordnungen gehen wir bei den Ausstellerzahlen aus.

MM: In Sachen Internationalität hat die Automatica noch Nachholbedarf. Wie sind Ihre Erwartungen hinsichtlich der Auslandsbeteiligung?

Schneider: Erst mal darf ich anmerken, dass ich das Wort „Nachholbedarf“ nicht so ganz passend finde. Jeder, der ein internationales Geschäft aufsetzt und erfolgreich führen möchte, weiß, wie zeit- und ressourcenintensiv die konsequente Internationalisierung ist. Wir haben von Anfang an alle Hebel in Bewegung gesetzt. Dennoch war zu beobachten, dass sich das Ausland bei der ersten und zweiten Veranstaltung insgesamt noch zurückgehalten hat. Man wollte offenbar zunächst beobachten, wie sich die Automatica, die ja in einem scharfen Wettbewerbsumfeld steht, am deutschen Markt etablieren wird. Wir konnten zeigen, dass wir dort hervorragend positioniert sind. So wird es uns 2010 das erste Mal gelingen, einen von UBI France geförderten Frankreich-Gemeinschaftsstand auf die Beine zu stellen. Jeder, der Frankreich kennt, weiß, wie schwer es ist, Franzosen davon zu überzeugen, eine Reise nach Deutschland anzutreten, wo nicht unbedingt Französisch gesprochen wird. Neben diesem Gemeinschaftsstand haben wir auch französische Direkt-Aussteller, die sich erstmalig präsentieren. Wir werden in diesem Jahr wieder einen Gemeinschaftsstand aus Italien haben. Wir arbeiten an einem Gemeinschaftsstand aus der Türkei. Ein weiterer Fakt ist sehr ermutigend für uns: Wir haben mehr denn je auch direkte Aussteller aus dem Ausland – sei es aus Vietnam, wo wir erstmalig einen Roboterhersteller namens Tosy begrüßen dürfen, sei es Korea mit Hyundai, seien es Anmeldungen aus den Niederlanden oder Polen. Sie sehen also, dass wir einen ganzen Schritt weiter vorangekommen sind. Denn gerade in Krisenzeiten besteht für Unternehmen die Chance, Marktanteile zu gewinnen.

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