Automatica 2010

Alle Key-Player der Branche sind vertreten

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Nun zum zweiten Aspekt von Green Automation, nämlich der Ressourcenschonung durch den Einsatz von Automatisierungstechnik. Das hat fast schon eine politische Dimension und steht für die Überzeugung der Robotik- und Automatisierungsbranche, einen Beitrag zu einer künftigen grünen Welt leisten zu können. Anders gesagt, die ganzen Visionen von grünem Strom aus der Wüste, von E-Mobility oder von Leichtbau – sie alle wären wirtschaftlich nicht durchführbar ohne den Einsatz von Robotik und Automation. Das ist ein weiterer Aspekt, den wir mit unserer Kampagne Green Automation beleuchten wollen. Wir werden unsere Aussteller systematisch in die Kampagne involvieren und neben den vielen dezentralen Antworten der Aussteller auch mit ein paar zentralen Antworten den Besuchern verdeutlichen, worum es uns geht. Ich möchte in diesem Zusammenhang ein Exponat des Fraunhofer-IPA erwähnen, einen mobilen Seilroboter, der für die Montage und Wartung von Solarkollektoren in wüstenähnlichen Regionen eingesetzt werden kann.

MM: Die Automatica ist eine Kooperation mit der Faserverbundmesse „JEC Composites Show“ sowie der Society for the Advancement of Material and Process Engineering (SAMPE) eingegangen. Wie wird sich das im Rahmen der diesjährigen Automatica niederschlagen?

Schneider: Diese Kooperation wird sich auf der Automatica 2010 in zwei Bausteinen realisieren. Zum einen in einem eigenen Ausstellungsbereich, der mit „Composites City by JEC“ überschrieben ist. Dieser Ausstellungsbereich beleuchtet, wie Faserverbundtechnologie Impulse geben kann für den Bereich Maschinen- und Anlagenbau. Nehmen wir einmal das Beispiel von Herstellern, die Roboterachsen oder komplette Roboter aus Carbon-Composite-Werkstoffen fertigen. Faserverbundwerkstoffe bieten ganz andere Dynamiken als herkömmliche Materialien, ganz andere Einsatzmöglichkeiten in den unterschiedlichsten Branchen. Noch schränken die hohen Materialkosten den Einsatz dieser Werkstoffe ein. In dem Moment aber, wo die Faserverbundwerkstoffe preisgünstiger werden, wird sich das Einsatzspektrum sicher deutlich erweitern. Hier erwartet sich die Branche umgekehrt deutliche Impulse von der Robotik und Automation. Die Idee ist, dass man Verbundwerkstoffe durch Roboter herstellen kann. So ist es denkbar, dass man im Bereich Faserverbundtechnologie von Automatisierungslösungen, wie sie in der Textilbranche bereits umgesetzt werden, lernen kann.

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