Roboterarme Als Hohlwelle konzipierte Achse bietet Robotern mehr Bewegungsfreiheit
Die Vorteile von Hohlwellen als Handgelenk-Roboterachse liegen auf der Hand. Sie resultieren aus der Möglichkeit, Steuer-, Sensor- und Versorgungsleitungen im Innern der Achse zu führen. Das beseitigt die Gefahr, dass sich die zu Schläuchen gebündelten Leitungen bei sehr komplexen Bewegungsabläufen um die vorderen Roboterachsen wickeln.
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Gerade beim Schweißen ist das wichtig, weil aufgrund der Betriebssicherheit Brenner und Schlauch eine Einheit bilden. Das erste Konzept entstand vor fast 30 Jahren. Neuerdings verweist eine Reihe von Gelenkarmroboter-Herstellern auf die Vorzüge von Hohlwellen in der sechsten Achse. Die Hohlwelle im „Handgelenk“ des Roboters hat in der Tat bestechende Vorteile für die Bewegungsfreiheit und Betriebssicherheit des Roboters.
Hohlwelle im Roboter bereits bewährt
Die IGM Robotersysteme AG erkannte diese Vorteile schon vor fast drei Jahrzehnten. Eine Vielzahl von Installationen rund um den Globus beweist, dass diesbezüglich IGM auf eine gute Idee mit lang anhaltender Zukunftsfähigkeit gesetzt hat (Bild 1).
Seit der Umsetzung dieser Idee vor nahezu 30 Jahren entwickelte der österreichische Roboterhersteller die Möglichkeiten der Hohlwelle immer weiter. Augenfälligster Vorteil ist sicher, dass sich die zum Werkzeug – in diesem Fall zu einem Schweißbrenner – führenden Schlauchpakete auch bei sehr komplexen Bewegungsabläufen nicht um die vorderen Roboterachsen wickeln können.
Dies bedeutet eine erhebliche Erweiterung der Bewegungsfreiheit, mit der der Roboter auch unter beengten räumlichen Verhältnissen Nahtverläufe in allen erforderlichen Richtungen schweißen kann. Dabei kann Brenner zwei volle Umdrehungen um die eigene Achse ausführen, ohne dass sich das Schlauchpaket um den Roboterarm wickelt (Bild 2 – siehe Bildergalerie).
Hohlwelle ist Schnittstelle zwischen Roboter und Brenner
Das mit dem Brenner eine Einheit bildende Schlauchpaket enthält die Kabel und Schläuche für Strom- und Schutzgasversorgung des Brenners, die Schweißdrahtzuführung, die Steuer- und Sensorkabel sowie die Zu- und Rückführung des Kühlwassers. Die Hohlwelle ist folglich eine umfassende Schnittstelle zwischen Roboter und Schweißbrenner.
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