Lagebesprechung

AMB-Fokus – Pendeldiplomatie in puncto Konjunktur

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China bleibt Weltmeister beim Werkzeugmaschinen-Export

Noch einmal der Blick in Richtung Osten! Wenn der Druck aus China bei der Elektromobilität steigt, wie sieht es bei den Werkzeugmaschinen aus, fragt sich der VDW. Gemessen am Produktions- beziehungsweise Verbrauchswert in seiner Lokalwährung Renminbi habe China seit letztem Jahr erstmals mehr Werkzeugmaschinen produziert als nachgefragt wurden. Das Land exportiert nun Werkzeugmaschinen im Wert von 7,3 Milliarden Euro ins Ausland. Danach folgen die Japaner, die für 6,3 Milliarden Euro exportieren. Der Weltmeister im Werkzeugmaschinen-Export bleibt aber nach wie vor Deutschland mit fast 8 Milliarden Euro Volumen. Betrachte man die absoluten Zahlen der in den jeweiligen Märkten produzierten Zerspanungs- und Umformmaschinen, bleibt China mit großem Abstand aber an erster Stelle. Mit über 25 Milliarden Euro Produktionsvolumen wird dort fast genauso viel hergestellt wie in Deutschland, Japan und den USA zusammen.

EU und USA haben im Regionenvergleich etwas Boden gewonnen

Der Wettbewerb auf den Weltmärkten nimmt also zu! Aber im Bereich der Zerspanung und Umformtechnik könne keine Rede von einem drohenden Handelsstreit sein. Vielmehr seien es nicht unerheblich auch deutsche, schweizerische und japanische Maschinenbauer, die im vergangenen Jahr für die Ausfuhren aus China auf Rekordniveau (mit)gesorgt haben. Im Wettbewerbsvergleich der Regionen haben europäische Länder und die USA sogar ein wenig Boden gut gemacht. Denn während China (-2 Prozent), Japan (-8 Prozent) und Taiwan (-16 Prozent) einen Rückgang verkraften musste, wurde in Deutschland (9 Prozent), USA (8 Prozent), Italien (6 Prozent) und Spanien (22 Prozent) im vergangenen Jahr deutlich mehr produziert als im Jahr zuvor – aber auch teilweise auf sehr viel geringerem Niveau.

Habecks Pendeldiplomatie soll Wellenbewegung abmildern

Diese Zahlen sollten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das laufende und das vergangene Jahr hierzulande herausfordernd , wie der VDW zwischentitelt. Grund sind die vielen leeren Seiten in den Auftragsbüchern. Zur hohen Inflation im vergangenen Jahr sanken die Auftragseingänge der deutschen Werkzeugmaschinenhersteller um nominal 11 Prozent. Betrachtet man die 3-Monats-Durchschnitte im Auftragseingang der deutschen Werkzeugmaschinen-Industrie erkennt man eine sich aufschwingende Welle, heißt es weiter. Die Ausschläge des Auftragseingangs ins Plus und Minus werden dabei höher und ziehen sich statt über Quartale über Jahre hin. Dabei verwundere es nicht, dass der deutsche Wirtschaftsminister Habeck versucht, die derzeitige Talwelle mit Pendeldiplomatie kürzer und flacher zu halten.

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