Spannmittel AMF wird zum Komplettanbieter für Spannmittel
Die AMF Anrdeas Maier GmbH & Co. KG, Fellbach, hat ihre Kompetenz in der Spanntechnik erweitert. So wurden mit Magnetspannmitteln und einem Spannsystem für das Laserschweißen weitere Geschäftsbereiche geschaffen. „Damit bauen wir unsere Stellung als Markführer in Sachen Spanntechnik konsequent aus“, sagt AMF-Geschäftsführer Volker Göbel.
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Das heißt für Göbel: „Spanntechnik aus einer Hand.“ Statt an eine Vielzahl von Spezialisten könne sich der Kunde bei einem Spann- und Rüstproblem an einen Ansprechpartner wenden.
Breites Spektrum an Spannmitteln wird auf der EMO Hannover 2007 präsentiert
Auf der Messe verdeutlicht AMF das anhand eines breiteren Produktspektrums, das vor der Erweiterung Nullpunkt- und hydraulische Spannmittel enthielt. Dazu kamen mit der Zeit zahlreiche Produkte zum Schrauben und Schließen.
So umfasst das Sortiment der Schloss- und Werkzeugfabrik heute mehr als 5000 Artikel – und weitere sind mit Beginn der EMO im Bereich der Spanntechnik hinzugekommen: zum Beispiel mechanische Schnellspanner mit ergometrischem 2-Komponenten-Handgriff, inklusive Fingerschutz und Sicherung für Andrückschrauben gegen Verlieren. Das erhöhe nicht nur den Nutzen, sondern eleminiere auch die Verletzungsgefahr.
Hydraulische Spannmittel bereits gut im Markt etabliert
In der hydraulischen Spanntechnik ist AMF stark am Markt vertreten. Das zeigt sich beispielsweise bei den hydraulischen Niederzug-Spannelementen, die laut Göbel „schon längst ihresgleichen suchen“. Sie seien leicht in der Anwendung, hochwertig in der Ausführung und mit einer Vielzahl technischer Merkmale versehen, die eine sichere 5-Seiten-Bearbeitung der Werkstücke unproblematisch mache.
Vor kurzem kam ein hydraulisches Mehrfachspannsystem hinzu. Es ermöglicht das Spannen von bis zu vier unterschiedlichen Werkstücken. Das steigere den Ausstoß und damit die Wertschöpfung. Aufgrund der zentralen Ölversorgung würden störende Leitungen vermieden – unabhängig davon, ob man das Mehrfachspannsystem auf Maschinentische oder in Vorrichtungs- oder Schnellwechselsysteme installiere.
Nullpunktspannsysteme rationalisieren das Rüsten
Mit der Nullspanntechnik hat AMF Rüstvorgänge rationalisiert. So ermöglicht das System Zero-Point das Positionieren und Spannen von Werkstücken in einem Schritt. Außerdem hat es das Entriegeln und Entnehmen der Spannvorrichtung vereinfacht. Das Suchen der Bohrung entfällt, die Gefahr der Beschädigung passgenauer Nullpunktbohrungen und Nippel sei minimiert. Trotz kleiner Bauweise ist das System, das aus Edelstahl hergestellt wird, für hohe Halte- und Einzugskräfte ausgelegt.
Die Magnetspanntechnik ergänzt nun bei AMF das mechanische, pneumatische oder hydraulische Spannen. Besonders beim Bearbeiten von Paletten sieht Göbel in dieser Spanntechnik eine wirtschaftliche Möglichkeit zur Rüstzeitminimierung. Dagegen schließt man mit dem Einstieg in Spannsysteme für das Laserschweißen „eine Marktlücke“, wie der AMF-Geschäftsführer berichtet. Grundlage dafür ist ein Baukastensystem, das ein Aufbauen von Spannvorrichtungen direkt zum Schweißen ermöglicht. Dadurch könne der Anwender auf teuere und äußerst unflexible Sondervorrichtungen verzichten – auch bei kleinen Losgrößen.
In der Zunahme der Fertigung kleiner Losgrößen sieht Göbel „einen Trend am Produktionsstandort Deutschland“. Er müsse durch die Spanntechnik von der Basis her unterstützt werden, weil Rüstzeiten immer noch einen erheblichen Anteil des Auftragsdurchlaufs ausmachten. Dieses Ziel habe AMF bei den Neu- und Weiterentwicklungen ins Visier genommen, sagt Göbel.
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