Kampf entschieden! Angeschlagener Boryszew Kunststofftechnik meldet Insolvenz

Quelle: Boryszew Kunststofftechnik Deutschland 1 min Lesedauer

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Boryszew Kunststofftechnik kämpft schon länger mit der Krise in der Automotive-Industrie. Nun sind die Niedersachsen erst mal am Ende.

Nach einem längeren Weg mit Verlusten und dem Kampf mit der allgemeinen Autmobilbaukrise, hat Boryszew Kunststofftechnik Deutschland Insolvenz angemeldet. Hier einige Details ...(Bild:  Boryszew Kunststofftechnik Deutschland)
Nach einem längeren Weg mit Verlusten und dem Kampf mit der allgemeinen Autmobilbaukrise, hat Boryszew Kunststofftechnik Deutschland Insolvenz angemeldet. Hier einige Details ...
(Bild: Boryszew Kunststofftechnik Deutschland)

Die Boryszew Kunststofftechnik Deutschland GmbH aus Gardelegen hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Hansestadt Stendal hat dem Ersuchen stattgegeben. Rechtsanwalt Silvio Höfer von Anchor Rechtsanwälte ist nun zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Zusammen mit seinem Team habe Höfer unmittelbar nach dem Antrag bereits Gespräche mit wichtigen Geschäftspartnern des Unternehmens geführt. Auch die Beschäftigten und die Betriebsräte wurden über die aktuelle Situation und die nun anstehenden Schritte informiert, wie es weiter heißt. So habe man schon erreicht, dass die Produktion an beiden Standorten unverändert fortgesetzt wird. Außerdem sind die Gehälter der 495 Beschäftigten durch das Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit gesichert.

Kunststoffexperte machte nur noch Verluste

In den vergangenen drei Jahren sank der Umsatz von knapp 69 Millionen Euro auf rund 53 Millionen. In der Vergangenheit wurden kontinuierlich Verluste gemacht. Eine der Ursachen für den Insolvenzantrag ist, wie bereits erwähnt, die allgemeine Krise der Automobilindustrie. In der Vergangenheit wurden bereits Stellen abgebaut und Sachkosten reduziert. Trotz dieser Maßnahmen gelang es aber nicht, die aktuelle Situation nachhaltig zu stabilisieren. Boryszew Kunststofftechnik Deutschland fertigt, wie der Name ahnen lässt, Kunststoffteile, aber auch Zinkdruckguss-Komponenten für die Automobilindustrie. Die Teile werden unter anderem im Autoinnenraum verbaut. Auftraggeber sind deutsche Automobilhersteller (OEMs) und große Zulieferbetriebe (Tier 1, Tier 2). Der Hauptkunde ist der Volkswagen-Konzern, wobei das Geschäft direkt oder über verschiedene Marken abgewickelt wird. In Gardelegen (Sachsen-Anhalt) arbeiten 384 Angestellte und 111 sind es in Idar-Oberstein.

Die Rettung wird viel Arbeit machen

Der vorläufige Insolvenzverwalter kommentiert: „Wir haben ein Stück Arbeit vor uns!“ Nun sollen auch weitere Restrukturierungsmaßnahmen erarbeitet werden. Die aktuell schwierige Lage der Automobilindustrie wirkt sich laut Höfer massiv auf die Zulieferbetriebe aus. „Wir werden uns zusammen mit Management, den Betriebsräten und dem Gläubigerausschuss um eine zukunftsfähigen Weg bemühen“, erklärte er abschließend

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