VBW-Studie Angst vor Rohstoffverknappung geht um
Eine aktuelle Umfrage der VBW – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft verdeutlicht die Sorge über die Rohstoffversorgung unter bayerischen Unternehmen. Produzierende Betriebe sehen ihre Wettbewerbsfähigkeit gefährdet durch die Unsicherheiten bei der Einfuhr von Metallen sowie Mineralien und die Preisentwicklungen in diesem Bereich.
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Es ist kein Novum, dass deutsche und vor allem auch bayerische Unternehmen mit ihrem hohen Industrieanteil von der Einfuhr von Rohstoffen abhängig sind. Das betrifft neben der Versorgung mit Erdöl, Erdgas und Kohle vor allem Metalle.
Viele Industrieerzeugnisse enthalten zudem geringe Mengen bestimmter Metalle oder Mineralien, die für die Funktionsfähigkeit des Produktes unverzichtbar und zudem nicht ersetzbar sind. Zukunftstechnologien können auf Stoffe wie Niob, Wolfram, Molybdän, Lithium, Platin und seltene Erden nicht verzichten. Versorgungsengpässe gefährden komplette Wertschöpfungsketten.
Lieferländer neigen verstärkt zu protektionistischen Maßnahmen
Es wird deutlich, dass die Versorgungsrisiken auf maßgeblich zwei Gründen beruhen. Zum einen zeigt sich der weltweit steigende Rohstoffbedarf verantwortlich und zum andern die zunehmende Marktmacht rohstoffreicher Länder. Die Preisentwicklung bei Metallen und Mineralien wird zudem beeinflusst durch ein starkes Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern und die Zunahme von komplexen Produkten, die immer unterschiedlichere Mineralien im Herstellungsprozess verlangen.
Die Konzentration auf wenige Lieferantenländer fördert darüber hinaus die Situation, dass die Rohstoffausfuhr Teil strategischer Handelspolitik von Exportstaaten wird. Protektionistische Maßnahmen sollen dabei mithelfen den Wohlstand des jeweiligen Landes insgesamt auszubauen – wie es das Beispiel China deutlich macht.
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