Composites-Industrie Antidumping-Zölle gegen chinesische Glasfaser verunsichert Verarbeiter

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Nach Informationen der European Composites Industry Association (EUCIA) sind seit einigen Tagen Antidumping-Zölle gegen chinesische Glasfaser in Indien und der Türkei entschieden worden. In der Europäischen Union wurde noch keine Entscheidung getroffen.

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Die Verantwortlichen von Indien und der Türkei haben entschieden: Abhängig vom Produkt werden in Indien Strafzölle bis zu 40,86% angewendet. Die Türkei wurde mit 38% getroffen. Hinzu kommen die bereits bestehenden Importzölle von 7%. Das Resultat dieser Entwicklung, die durch Glasfaserhersteller initiiert worden ist, wird laut EUCIA ernsthafte Auswirkungen auf die weltweite Composites-Industrie haben und zur Unsicherheit in auf dem Weltmarkt führen.

Noch keine Entscheidung in Europa

Die Entscheidung für Europa sei bisher noch unvorhersehbar und offen, so die EUCIA. Der Verband der europäischen Composites-Industrie wehrt sich vehement gegen solche Maßnahmen und hat dies viele Male europäischen offiziellen Stellen persönlich mitgeteilt. Die schlechte Versorgung des Marktes mit Fasern habe bereits zu einer Verzögerung der Entscheidung für die EU geführt.

10000 Firmen von möglichen Strafzöllen betroffen

Die EUCIA spricht derzeit mit Vertretern der Staatsregierungen. Die europäische Industrie ruft alle 27 Staaten der EU auf, sich gegen dieses Anti-Dumping-Verfahren zu wehren. Es führe zum Verlust von Arbeitsplätzen, hauptsächlich in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Etwa 10000 Firmen der Composites-Industrie wären von möglichen Strafzöllen betroffen.

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