Antriebstechnik

Antriebe in der Glasproduktion halten hohen Temperaturen stand

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So können die positiven Beschleunigungen zur Entnahme erhöht werden, während die negative Beschleunigung gestreckt werden kann. Somit lassen sich die Zyklen anpassen, ohne Einbußen in der Produktionsmenge in Kauf nehmen zu müssen. Die Servomotoren des Masters und der Slaves werden von Movidrive-B-Frequenzumrichter von SEW-Eurodrive gesteuert.

Heiße Glaskörper müssen vor Weitertransport abkühlen

Die noch heißen Glaskörper müssen zunächst im Entspannungsofen abgekühlt werden, um die nötige Stabilität für den Weitertransport zu erreichen. Eine Oberflächenvergütung, welche auf die noch warmen Gläser gesprüht wird, sorgt für einen zusätzlichen Schutz der Glaskörper. Nach der Abkühlphase werden die noch gemischten Gläser der Qualitätssicherung zugeführt (Bild 3). Danach werden die Glasbehälter den Palettier- und Verpackungsrobotern übergeben.

Über die von dezentralen Movimot-Motoren angetriebenen und über Feldverteiler und Profibus vernetzten Förderbänder des Unternehmens DMA aus Höxter erreichen die Glasbehälter die Qualitätskontrolle. Rechnergestützte Kontrollen stellen den hohen Qualitätsstandard der Glasbehälter während des gesamten Fertigungsprozesses sicher. So werden fehlerhafte Behältnisse entdeckt und aussortiert. Zur Sicherung des hohen Qualitätsniveaus ist Noelle + von Campe gemäß den Norm-Vorschriften nach DIN EN ISO 9001 ff. zertifiziert.

Systemdurchgängigkeit vereinfacht die Bedienung

Nach der Qualitätskontrolle werden die Gläser nach Form beziehungsweise Größe vereinzelt und einmal auf den Kopf gestellt, damit mögliche Verunreinigungen aus dem Glasbehälter fallen können. Wenn die Gläser die verschiedenen Prüfeinrichtungen durchlaufen haben, werden die nun auslieferungsfertigen Gläser automatisch palettiert und mit aufgeschrumpften Folien dem Lager übergeben.

Für den Behälterhersteller haben sich die Investitionen in die neue Antriebstechnik nach eigenen Angaben gelohnt. Im neuen Werk wurde die komplette Antriebstechnik, im Stammwerk ein Teil der Technik umgerüstet. Nicht nur, dass die Antriebe und Frequenzumrichter zuverlässig funktionieren, auch die Kundenwünsche wurden in der Planungs- und Auslegungsphase berücksichtigt.

Die Bedürfnisse wurden explizit erarbeitet und dann in der Auslegung der Antriebe umgesetzt. Von Vorteil hat sich auch die Durchgängigkeit erwiesen: Bedienung und eventuelle Fehlerdiagnose gestalten sich einfacher, wenn Erklärungen nicht erst in verschiedenen Handbüchern nachgelesen werden müssen.

Stefan Brill ist Leiter Public & Media Relations bei der SEW-Eurodrive GmbH & Co. KG in 76646 Bruchsal.

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