Anbieter zum Thema
Die Branche leidet und wird laut Rogusch in Zukunft noch mehr leiden, nämlich unter einem hohen Preisdruck. Auch wenn man es nicht gerne hört: „Die Differenzierung der Anbieter von elektronischer Antriebstechnik ist im Großen und Ganzen gering“, meint Andreas Kreutzer, Geschäftsführer von Kreutzer Fischer & Partner Marktanalyse. Als Folge dessen können die Marktpreise für Elektromotoren als deflationär interpretiert werden, glaubt Kreutzer.
Noch biete die gleichbleibend hohe Qualität deutscher Produkte eine Differenzierungsmöglichkeit, doch wie lange noch? Mittelfristig wird nach Einschätzung von Experten eine Überarbeitung des Geschäftsmodells, weg vom reinen Komponentenanbieter, nötig sein. „Wem dies gelingt und wer bei dieser Branchenbewegung auf der Strecke bleibt, wird sich in den nächsten zwei Jahren zeigen“, so Rogusch.
Alte Spitzenniveaus sollen erst wieder 2013/2014 erreicht werden
Laut VDMA gibt die Auftragseingangssituation in der Antriebstechnik und Fluidtechnik zumindest Grund zur Hoffnung, dass die Talsohle durchschritten ist. Für 2010 kann bei anhaltender Trendwende ein Plus von 10% für die Antriebstechnik und ein Plus von 12% für die Fluidtechnik prognostiziert werden. Dennoch erwarten die beiden Branchen, erst 2013/2014 die alten Spitzenniveaus wieder zu erreichen. Der Beschäftigungs- und Kostendruck in dem Branchensegment bleibt also hoch.
(ID:354579)