Sieb & Meyer Antriebssystem regelt zwei Servomotoren synchron

Redakteur: Carmen Kural

Sieb & Meyer hat bei seinem Antriebssystem SD2 eine Funktionserweiterung vorgenommen: Mit den Doppelachsvarianten der Serie sollen sich jetzt zwei Servomotoren absolut synchron im Drehzahlbetrieb ohne übergeordnete Steuerung regeln lassen.

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Das Antriebssystem SD2 von Sieb & Meyer ermögliche nun auch eineperfekte Synchronisation von Servomotoren.
Das Antriebssystem SD2 von Sieb & Meyer ermögliche nun auch eineperfekte Synchronisation von Servomotoren.
(Bild: Sieb & Meyer)

Die Synchronisation erfolgt Unternehmensangaben zufolge dabei direkt im Antrieb. Sie basiert auf Lageinformationen der Motorgeber wie Resolver oder linearer Hallsensor, wie es heißt. Weil die Lösung auf der gemeinsamen Prozessorkarte umgesetzt ist, kommen keine Feldbussysteme zum Einsatz – entsprechend werde keine zusätzliche Rechenzeit benötigt. Relevante Latenzzeiten, die auch durch Zykluszeiten der Steuerung verursacht werden können, sollen auf ein Minimum reduziert und somit Fehler im Synchronlauf vermieden werden.

Über einen externen Analogwert sei es möglich, dynamische Winkelverstellung zwischen den Synchronachsen im Betrieb vorzugeben und zu ändern.

Um eventuelle mechanische Verschiebungen zu detektieren, lässt sich ein Fenster für den maximal zulässigen Synchronfehler definieren, so das Unternehmen. Verlässt eine Achse dieses Fenster, werden die Achsen gestoppt.

Die SD2-Baureihe ist laut Sieb & Meyer als Multiachssystem konzipiert. Werden mehrere Achsen bewegt, so versorge das zentrale Netzteilmodul PS2 die angeschlossenen SD2-Antriebsverstärker, wobei auch Bremsenergie rückgespeist wird. Gegenüber Geräten mit einzelnen Netzteilen soll sich eine deutliche Energieeinsparung ergeben.

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