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Inzwischen hat sich am Markt in Abhängigkeit der Bearbeitungsaufgabe eine Vielzahl verschiedener Werkzeugschnittstellen und Spannmechanismen etabliert. Für das Fräsen sind hier beispielsweise Steil- (SK) und Hohlschaftkegel (HSK) weit verbreitet, in Drehmaschinen sind bislang Coromant Capto und KM die marktbeherrschenden Werkzeugsysteme. Mit zunehmender Verbreitung von Multi-Task-Maschinen verschwimmt die klassische Trennung zwischen Dreh- und Frässchnittstellen, so dass der Wunsch nach einem einheitlichen Werkzeugsystem für Drehen und Fräsen größer wird.
Normung der Schnittstelle HSK Form T
Die stehende Werkzeugschnittstelle für Drehbearbeitungen muss besonderen Anforderungen genügen, um ein Höchstmaß an Präzision und Steifigkeit zu gewährleisten. Aktuell ist hier die anstehende Normung der Schnittstelle HSK Form T. Diese steht im Wettbewerb zu den für die Drehbearbeitung seit Jahren etablierten und inzwischen standardisierten Schnittstellen polygonaler Hohlschaftkegel (Coromant Capto) oder Hohlschaftkegel mit Kugelführung (KM), die seit November 2008 genormt sind.
SK- und HSK-Schnittstellen finden nicht zuletzt aufgrund ihrer frühzeitigen Normung eine große Verbreitung bei rotierenden Werkzeugen bis in den höchsten Drehzahlbereich. Wie zahlreiche Anfragen durch Anwender und Hersteller gleichermaßen zeigen, fehlt es unter anderem zurzeit an von unabhängiger Seite bereitgestellten Daten, auf deren Basis die Wahl für eine Schnittstellenvariante in Abhängigkeit der jeweiligen Bearbeitungsaufgabe getroffen werden kann.
Ansprechpartner: Dr.-Ing. S. Witt, Tel. (02 41) 80-2 74 09, s.witt@wzl.rwth-aachen.de
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