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Die Märkte in den Asean-Ländern seien zwar kleiner, aber auch überschaubarer und weniger wettbewerbsintensiv, ermutigte er deutsche Unternehmen zum Einstieg. „Betrachten Sie nicht die asiatischen Märkte einzeln, entwickeln sie eine Strategie für die Gesamtregion“, riet der VDMA-Außenwirtschaftsleiter.
Asien hat die Krise gut bewältigt
„Asien bleibt ein Wachstumsmarkt, weil dort die Menschen sind und ihre Kaufkraft wächst“, fasste der stellvertretende OECD-Generalsekretär Richard Boucher die Perspektiven zusammen. Die Region hat auch in der jüngsten Krise eine hohe Wachstumsdynamik gezeigt, und profitiere derzeit stark vom Wachstum in Indien und in China – insgesamt erwartet die OECD ein Wirtschaftswachstum von 8,4% für die Region im Jahr 2010.
„Wegen ihrer Größe werden China, Indien und die aufstrebenden asiatischen Länder für Sie als Unternehmer wichtig, nicht nur als Absatzmärkte, sondern auch für Investitionen, Beschaffung und als Wettbewerber“, wandte sich Boucher an die Maschinenbauer.
Maschinenbauer können Asien nicht über einen Kamm scheren
Sehr unterschiedliche Erfahrungen hatten auch Unternehmsvertreter in den verschiedenen Ländern Asiens gemacht und berichteten davon auf dem Podium. „Asien lässt sich definitiv nicht über einen Kamm scheren, es gibt wenig Gemeinsamkeiten“, sagte Jörg Kienast, Leiter Zentralvertrieb Trumpf Werkzeugmaschinen GmbH & Co. KG. Parallelen gebe es höchstens im Umgang mit Menschen und bei den Beziehungsnetzwerken.
Diese Gemeinsamkeiten würden sich zum Beispiel bei der Personalbeschaffung auswirken. „Wir setzen in der gesamten Region nur auf lokales Management, das auch entsprechend lokal verdrahtet ist“, berichtete beispielsweise Thomas Koetzing, Geschäftsführer Marketing & Vertrieb der Prominent Dosiertechnik GmbH.
Deutsche Maschinenbauer rekrutieren Studenten aus Asien in Deutschland
„Man kann das Geschäft mit lokalem Management steuern“, meinte auch Kienast, allerdings gebe es Probleme mit der Fluktuation. Trumpf kontaktiert deshalb frühzeitig Ausländer, die in Deutschland studieren und setzt sie dann in ihren Heimatländern, beispielsweise China, ein. „Nach zwei Jahren sind immer noch 80% von ihnen da“, erläuterte der Trumpf-Vertriebsleiter.
Der Spritzgießmaschinenhersteller Arburg hingegen entsendet in eine neue Niederlassung immer auch einen Expatriate für mindestens drei Jahre. „Wir haben aber auch des Öfteren schon Studenten rekrutiert, die in Deutschland studiert haben“, fügte Helmut Heinson, Geschäftsführer Vertrieb der Arburg GmbH & Co. KG, hinzu.
„Für ein kleineres Unternehmen ist es gar nicht möglich, einen Expatriate zu entsenden“, entgegnete Christoph von Waldow, Geschäftsführer der Gerb Schwingungsisolierungen GmbH & Co. KG. Der lokale Repräsentant müsse deshalb so eng wie möglich an das Stammhaus angebunden werden. „Das Wichtigste von Allem, wenn man eine neue Niederlassung gründen will, ist es, ‚Den Kopf‘ zu finden“, sagte Boekstegers. Alles Andere regle sich von allein.
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