Assessmentcenter - Spießrutenlauf für die Elite

Redakteur: Dietmar Kuhn

Neulinge wie gestandene Fachkräfte müssen sich für Bewerbungen auf anspruchsvolle Jobs warm anziehen und nur die Besten kommen durch. So manch einer glaubt, mit seiner Abschlussprüfung, dem Examen...

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Neulinge wie gestandene Fachkräfte müssen sich für Bewerbungen auf anspruchsvolle Jobs warm anziehen und nur die Besten kommen durchSo manch einer glaubt, mit seiner Abschlussprüfung, dem Examen oder einem bereits gefundenen Job über alle Berge zu sein. Weit gefehlt! Zurücklehnen kann man sich heute nur noch im Rentenalter. Alle anderen suchen noch einen Job oder sind dabei sich auf einen besseren und möglicherweise lukrativen Posten zu bewerben. Damit aber ein Unternehmen sicher sein kann, stets nur den qualifizierten und richtigen Mitarbeiter einzukaufen, muss dieser erst einmal auf seine Eignung hin getestet werden. Eine Methode, die dafür in Frage kommt und schon ziemlich vielen Kanditaten lange und schlaflose Nächte bereitet hat, ist heute das Assessment Center (AC).Doch was steckt eigentlich hinter dem Begriff AC, der bei so vielen Bewerbern schon butterweiche Knie verursacht hat? Nun, es ist nicht schwer zu erraten, dass dieser Begriff aus dem Englischen stammt und so viel bedeutet wie etwa Einschätzung, Überprüfung oder Bewertung. Da die AC-Sitzung oft an einem Tag oder an zwei, drei Tagen stattfindet, werden die Tage auch Auswahltage oder Personalentwicklungs-Seminare bezeichnet. Dabei stehen die Kandidaten unter enormem psychischem- und Zeitdruck. Unternehmen, die ACs anwenden, haben oft unterschiedliche Bezeichungen dafür, was aber am eigentlichen Sinn und Zweck nichts ändert. Meist in Gruppen-, aber auch in Einzeltests, die in der Regel aus einer Mischung von Plan- und Rollenspielen, Gesprächen und Diskussionen oder Tests bestehen, werden die AC-Teilnehmer auf Herz und Nieren geprüft. Dabei beschäftigen sich oft mehrere Personen des Unternehmens mit den Bewerbern.Intensives AC-Training im Vorfeld lohnt sichKlar ist, dass die Inhalte unternehmensspezifisch aufbereitet sein sollten und dabei gewissen inhaltlichen und formalen Richtlinien entsprechen sollen. Dennoch laufen ACs in Nuancen unterschiedlich ab. Und wer da als Teilnehmer seine Chance nicht verpassen möchte, der sollte auf diesen Tag oder diese Tage in der Sache gut vorbereitet und seelisch stabil sein. Dabei ist es durchaus hilfreich, wenn man sich vorher schon einmal einer Selbstprüfung unterzieht und sich einige Fragen beantwortet. Was wird genau an diesem Tag von mir verlangt? Wie kann ich mich innerlich, aber vielleicht auch durch geeignete Informationen auf diese Prüfung vorbereiten? Welche Chance habe ich dann, wenn ich den Anforderungen einer solchen Prüfung nicht standhalte?Sehr gut bieten sich dafür, und gerade für Einsteiger beziehungsweise Erstbewerber auch Softwaretools an. Ein solches Softwaretool ist beispielsweise ,,Assessment Center - Der Erfolgstrainer für Bewerber". Dieses Programm von Data Becker bietet eine Fülle von Informationen in Form von Texten, Bildern, Checklisten, Situationsvideos und vielem mehr. Alles, was da hineingepackt wurde, orientiert sich hart an der Unternehmenspraxis. Der Anwender lernt damit das richtige Verhalten in schwierigen Situationen kennen und damit umzugehen. Dieser Lerninhalt wird durch Videosequenzen ergänzt, wobei dem User der Ablauf von Rollenspielen vermittelt wird. Trainingsinstrumente die bei der Vorbereitung helfenInsgesamt bietet diese Software alles, was es zum Thema AC gibt. In zehn Kapiteln, die wie erwähnt mit einer Vielzahl multimedialer Elemente angereichert sind, lernt der Interessent zuerst, wie er dieses Programm sinnvoll nutzen kann, was eigentlich ein AC ist, wie ein AC aufgebaut ist, wie man sich auf ein AC vorbereitet, wie eine Gruppendiskussion abläuft, wie sich Rollenspiele gestalten, sämtliche Tests und wie man die Ergebnisse eines ACs erfolgreich präsentiert.Alles, was diese Software zu bieten hat, funktioniert interaktiv, so dass es dem Anwender kaum langweilig werden dürfte. Wer sich ernsthaft auf ein AC vorbereiten und ,,sattelfest" in diese laufbahnentscheidende Prüfung gehen will, der ist mit ,,Assessment Center" auf dem richtigen Weg. Erwähnenswert ist auch ein Planspiel zum Thema Assessment Center, das es von Scharley & Partner in Konstanz gibt. Utopia, so der Name, ist ein interaktives Planspiel das sowohl für Einzelteilnehmer als auch für Gruppen interessant ist. Hierbei stehen neue Managementanforderungen wie beispielsweise ,,Vernetztes Denken" im Mittelpunkt. Die Teilnehmer übernehmen hier für 90 Minuten die Regierung der fiktiven Insel Utopia und sollen dabei nach einer geeigneten Vorgehensweise suchen, mit der sie die Insel möglichst erfolgreich über 15 Entscheidungsperioden hinweg führen. Dabei müssen sie einen schnellen Überblick über eine Reihe von Zielkonflikten gewinnen, eine Fülle von Daten und Informationen verarbeiten und sich immer neu orientieren.Die schweizerische Beratungsfirma Neosys AG bietet mit ihrem Assessment Guide ein weiteres Softwaretool an. Assessment Guide dient aber in erster Linie der Planung, Durchführung und Auswertung von SelfAssessments, die entweder auf europäischen, nationalen oder auch individuell definierten Bewertungsmodellen basieren. Es handelt sich hier um eine Standardsoftware die spezifischen Unternehmens- oder Branchenanforderungen angepasst werden kann. Assessment Guide ist so konzipiert, dass damit sowohl Einzelassessments als auch Gruppenassessments durchgeführt werden können, auch wenn es um netz- und internetfähige Strukturen geht. AssessmentGuide ist im Grunde genommen eine Assessment-Planungssoftware für Unternehmen die Assessments planen und durchführen wollen.

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