Aufgemerkt! Aus diesen fünf Gründen darf China nicht aus dem Blick geraten

Quelle: dpa 4 min Lesedauer

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Experten raten, dass man den Blick weiterhin auf China gerichtet lassen sollte. Sie haben fünf Aspekte herausgearbeitet, warum das besser ist ...

Der chinesische Riese scheint zu schlummern. Doch jetzt schon sehen Experten, dass einige Themen ihre erste Wellen schlagen. Es ist nur die Frage, ob es zum Tsunami kommt. Anhand von fünf Gründen wird die derzeitige Lage für Europa und die Welt analysiert ...(Bild:  Flaggomat)
Der chinesische Riese scheint zu schlummern. Doch jetzt schon sehen Experten, dass einige Themen ihre erste Wellen schlagen. Es ist nur die Frage, ob es zum Tsunami kommt. Anhand von fünf Gründen wird die derzeitige Lage für Europa und die Welt analysiert ...
(Bild: Flaggomat)

Das neue Jahr könnte so turbulent weitergehen, wie das alte endet, befürchten Experten, die hier einen Ausblick auf die Zukunft wagen. Deutschland wählt schließlich im Februar vorzeitig neu und Donald Trump wird dann schon wieder im Weißen Haus sitzen. Währenddessen kämpfen Menschen in der Ukraine und im Nahen Osten um ihr Überleben und stolze Wirtschaftsnationen rüsten sich für stürmische Zeiten. Es ist also schwer, den Überblick über diese Mixtur aus Unwägbarkeiten zu behalten. Und China heißt es weiter, halte zwar still, sei aber ein Riese, den man nicht verachten sollte. Hier nun zu den fünf Punkten, warum ...

1. China kooperiert mit zweifelhaften Partner

Partner, Wettbewerber, systemischer Rivale! So beschreibt die Bundesregierung die Volksrepublik in ihrer China-Strategie. Das mache deutlich, wie komplex das Verhältnis mit Peking sei. Doch davon, dass China zunehmend die Nähe zum Westen sucht, kann derzeit keine Rede sein. Chinas Verbündete heißt Russland, das seit fast drei Jahren einen Angriffskrieg in der Ukraine führt, mit Nordkorea und dem Iran. Auf internationaler Bühne gibt sich die Volksrepublik als Vermittler. Regelmäßig ruft Peking dabei zur Deeskalation im Ukrainekrieg auf und will den Konflikt nach eigener Darstellung politisch lösen. Dabei ist Peking im Hintergrund der wichtigste Rückhalt Moskaus und verurteilte Russlands Vorgehen im Nachbarland bis heute nicht. Die Bundesregierung geht mittlerweile sogar davon aus, dass China seinem Verbündeten mit der Produktion von Drohnen unterstützt, was Peking aber dementiert. „Chinas anhaltende Unterstützung für Russland stellt eine indirekte Bedrohung für die Sicherheit Europas dar“, kommentiert der China-Analyst Alexander Brown vom Institut Merics in Berlin.

2. Die Handelsbeziehungen zu China sind nicht ideal

Deutschland und der Rest der EU sowie die USA sind wirtschaftlich eng mit China als zweitstärkste Volkswirtschaft verbunden. Im Westen profitierte man vom schnellen wirtschaftlichen Aufstieg Chinas, doch in der EU stehen mittlerweile die Risiken im Fokus, was auch als Lehre aus den Verwerfungen im Zuge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine gelten kann, als die wirtschaftliche Abhängigkeit insbesondere bei der Gasversorgung schmerzhaft spürbar wurde. Zwischen der EU und China schwelt auch ein Handelskonflikt! Denn die EU wirft Peking Wettbewerbsverzerrung durch Subventionen vor und beschloss im Oktober Extrazölle auf chinesische Elektroautos. China prüft im Gegenzug Maßnahmen, von denen auch deutsche Autobauer betroffen sein könnten. Und am Horizont zieht bereits der nächste Handelskonflikt

auf, denn Donald Trump hat den Streit schon angefangen, bevor er überhaupt als US-Präsident vereidigt wurde. Ende November kündigte er bekanntlich China-Zölle in Höhe von zehn Prozent an. Doch es könnte mit seiner 60-Prozent-Drohung auf chinesische Produkte noch übler werden. Experten glauben, dass Trump das relativ schnell durchsetzen könnte. Die US-Wirtschaft soll gestärkt werden, die chinesische geschwächt.

Doch derart einschneidende Maßnahmen würden nicht nur US-Verbraucher in Form von höheren Preisen an der Kasse zu spüren bekommen. Denn alle denkbaren Produkte von Hightech bis Kunststoffeimern wären betroffen. Das Handelsverhältnis der beiden größten Volkswirtschaft wäre empfindlich gestört und würde auch der Weltwirtschaft schaden. Sollte China aufgrund hoher US-Zölle dann Verluste im Handel mit den USA hinnehmen müssen, könnte das wiederum Auswirkungen auf die EU haben. Peking könnte in dem Fall versuchen, billige chinesische Produkte verstärkt auf dem europäischen Markt abzusetzen. Auch dadurch könnten sich die wirtschaftlichen Spannungen zwischen der EU und China im kommenden Jahr verschärfen.

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