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So werden ZX-Bohrstangen zum Beispiel auf Dreh-Bohr-Fräszentren eingesetzt mit dem Ziel, ein breites Werkstückspektrum mit einem Minimum an Aufspannungen in einer einzigen Maschine komplett zu bearbeiten und zu vermessen. Beispielsweise wurden in Zusammenarbeit mit dem Maschinenhersteller WFL fest stehende und drehende Antriebseinheiten zum Einsatz von Cogsdill-Aussteuerwerkzeugen auf Millturn-Dreh-Bohr-Fräszentren entwickelt. Diese multifunktionellen Maschinen ermöglichen nun neben den Basistechniken Drehen, Fräsen und Bohren auch Tiefbohrungen und Innenbearbeitungen. Das entspricht genau den Anforderungen des Marktes nach Fünf-Achs-Bearbeitungszentren, die zusätzlich komplexe Bohrungsgeometrien beherrschen und etwa sogenannte Bottle Borings oder Seat Pockets in Ventilblöcken herstellen können.
Zweischneidige Auslegung sorgt für Verteilung der Schnittkräfte
Zum Einsatz kommen beispielsweise ZX-Doppelschieber-Bohrstangen: Sie werden fest am Spindelflansch montiert und über die Z-Achse ausgesteuert. Dies ermöglicht zusammen mit der Tischbewegung die Herstellung unterschiedlicher Bohrungsdurchmesser, Kegel und Radien in einer Operation. Durch die zweischneidige Auslegung der Werkzeuge verteilen sich die Schnittkräfte und die Bohrstange wird abgestützt. Sie läuft dadurch insgesamt ruhiger und ermöglicht höhere Schnittwerte.
Da kein Werkzeugwechsel erforderlich ist, ist der Anwender in der Lage, Stufenbohrungen und Kegel mit hoher Rundlaufgenauigkeit herzustellen. Neben der reduzierten Bearbeitungszeit werden somit auch noch höhere Genauigkeiten erreicht.
Ohne Werkzeugwechsel steigt die Produktivität rasant
Abhängig vom zu bearbeitenden Werkstück können Wechselkassetten mit Schneiden zum Kopieren, Ausdrehen, Vorwärts- oder Rückwärtsdrehen oder auch zum Rollieren geliefert werden. Jede ZX-Doppelschieber-Bohrstange deckt durch verschiedene WPL-Kassetten einen großen Durchmesserbereich ab und ist so konstruiert, dass ein Kassettenwechsel möglich ist, ohne die Bohrstange von der Spindel nehmen zu müssen.
Ein auf die Applikation hin optimiertes ZX-Werkzeug kann in bestimmten Fällen bis zu 500 % mehr Produktivität bringen. Denn oftmals entfallen zeitaufwendige Werkzeugwechsel und Justagearbeiten, Maschinenstillstände reduzieren sich auf ein Minimum, die Zerspanungsrate liegt höher und aufgrund der guten Oberflächenqualität entfallen kostenintensive Nacharbeiten.
* Peter Hedrich ist Geschäftsführer der Kempf GmbH in 73262 Reichenbach/Fils
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