Autoflaute Mercedes, Volkswagen, Audi und jetzt auch BMW: Es läuft nur mau

Quelle: dpa 4 min Lesedauer

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Im dritten Quartal 2026 sind die Auslieferungen bei allen deutschen Autoherstellern im Vergleich zu letztem Jahr deutlich zurückgegangen ...

Auch wenn hier ein typisches Gebrauchtwagen-Szenario zu sehen ist, symbolisiert es doch den derzeitigen Zustand der deutschen Automobilkonzerne, die vor allem durch das schlechte China-Geschäft gebeutelt werden. Hier ein Blick zu den einzelnen Automobilherstellern ...(Bild:  KI-generiert)
Auch wenn hier ein typisches Gebrauchtwagen-Szenario zu sehen ist, symbolisiert es doch den derzeitigen Zustand der deutschen Automobilkonzerne, die vor allem durch das schlechte China-Geschäft gebeutelt werden. Hier ein Blick zu den einzelnen Automobilherstellern ...
(Bild: KI-generiert)

Die deutschen Autokonzerne steuern offensichtlich auf ein Jahr mit schwachen Verkäufen zu. Und überall schmerzt dabei der Einbruch der Verkaufszahlen am chinesischen Markt. Manche Autokonzerne können immerhin auf anderen Märkten Teile der Verluste ausgleichen. Dazu gehöre zum Beispiel BMW. Die Münchener haben nämlich als letzte ihren Absatz von Juli bis September vorgelegt. Die Spanne der Rückgänge bei den Auslieferungen liegt zwischen gut sechs bis fast 20 Prozent. Die Zahlen sind aber angesichts der etwas unterschiedlichen Berechnung nicht eins zu eins miteinander vergleichbar. Dennoch offenbaren sie eine Entwicklungstendenz Und so sieht es bei den einzelnen deutschen Autoherstellern aus:

Spartanburg und neue Klassen helfen bei BMW

BMW verzeichnet einen Rückgang von 6,3 Prozent (auf gut 551.000 Fahrzeuge). Damit kommen die Münchener am glimpflichsten davon, obwohl auch sie in China leiden: Dort ging es um fast 25 Prozent (auf gut 114.300 Autos) nach unten. Allerdings legt BMW in Europa aufgrund einer starken E-Auto-Nachfrage (etwa den neuen iX3 betreffend) um 2,7 Prozent (auf rund 235.600 Autos) zu. Und in den USA profitierte man vom Werk in Spartanburg, das ihnen die Zölle für viele Fahrzeuge erspart hat. Hier konnte BMW ebenfalls zulegen, und zwar um 2,5 Prozent (auf mehr als 106.700 Autos). In den ersten neun Monaten gab es aber mit 1,71 Millionen Fahrzeugen einen Rückgang von 4,9 Prozent. Die Kernmarke entwickelt sich bei alledem etwas schlechter als der Konzern insgesamt. Im dritten Quartal ging es um 6,8 Prozent (auf fast 479.300 Autos) nach unten. Damit liege BMW aber noch deutlich über seinen beiden alten Rivalen Mercedes und Audi.

Bei Volkswagen wächst das Minus weiter

In Wolfsburg nahm die Talfahrt zuletzt an Tempo zu, denn von Juli bis September verkaufte der VW-Konzern 1,89 Millionen Fahrzeuge aller Marken – und damit 14,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Im zweiten Quartal hatte das Minus noch bei 8,6 Prozent gelegen. Bei der Kernmarke sah es noch schlechter aus. Denn im dritten Quartal wurden 19,3 Prozent weniger Autos ausgeliefert – insgesamt mehr als 946.000 Stück. Besonders schlecht für den Konzern läuft es ebenfalls China. Die VW-Verkaufszahlen in der Volksrepublik sanken im dritten Quartal um 38,5 Prozent (auf 405.800 Autos). Das Minus dort machte im Übrigen 80 Prozent des Gesamtrückgangs aus. Auch Europas größter Autobauer kämpft also in China mit einem rückläufigen Gesamtmarkt, einem starken Preisdruck und wachsender Konkurrenz von dortigen Unternehmen. Das überschattet auch andere Entwicklungen, wie die deutlich steigende Nachfrage nach E-Autos in Europa. In den ersten neun Monaten des Jahres lagen die Auslieferungen im gesamten Konzern bei nur gut sechs Millionen Fahrzeugen (minus neun Prozent).

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