Mehr Abstand Autohersteller stehen besser da als Zulieferer

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Trotz guter Umsätze hat sich die Schere zwischen Autozulieferern und Herstellern in Deutschland einer neuen Studie zufolge weiter vergrößert, wie es heißt ...

Das Beratungsunternehmen EY hat Daten aus der deutschen Automobilbranche ausgewertet. Zusammenfassend kann man sagen, dass es den Zulieferern merklich „schlechter“ geht als den Automobilherstellern. Hier ein Blick auf die Zahlen ...(Bild:  Audi)
Das Beratungsunternehmen EY hat Daten aus der deutschen Automobilbranche ausgewertet. Zusammenfassend kann man sagen, dass es den Zulieferern merklich „schlechter“ geht als den Automobilherstellern. Hier ein Blick auf die Zahlen ...
(Bild: Audi)

Rekordumsätze und überwundene Produktionsengpässe führten dazu, dass die Automotive-Branche ihre in Deutschland erwirtschafteten Umsätze vergangenes Jahr um 10 Prozent auf 558 Milliarden Euro erhöhen konnten. Das war so viel wie noch nie zuvor, wie betont wird. Das ist zumindest das Ergebnis einer aktuelle Analyse der Beratungs- und Prüfungsgesellschaft EY. Doch die Autohersteller schnitten dabei mit einem Wachstum von 11 Prozent wieder erneut besser ab als die Zulieferer, die aber immerhin ein Umsatzplus von 9 Prozent verbuchen konnten. Vor allem der 10-Jahres-Vergleich mache aber die Kluft zwischen den beiden Gruppen aus dem Automobilsektor deutlich. Denn seit 2014 stieg der Umsatz der Zulieferer in Deutschland um 25 Prozent, während die Hersteller um 59 Prozent zulegten, wie die Studie beweist. EY hat für die Analyse der Beschäftigungs- und Umsatzentwicklung Zahlen des Statistischen Bundesamtes und der Bundesagentur für Arbeit ausgewertet. Gegenstand der Untersuchung waren Betriebe in Deutschland mit mindestens 50 Mitarbeitern.

Deutsche Zulieferer mit dem Rücken zur Wand

EY-Marktexperte Constantin Gall kommentiert: „Auf den ersten Blick war das vergangene Jahr nicht schlecht für die deutsche Autoindustrie“. Die Rekordumsätze seien jedoch auch ein Ergebnis der hohen Inflation und stark gestiegener Einkaufs- und Materialpreise. Unter dem Strich sorgten hohe Energie- und gestiegene Lohnkosten bei vielen Unternehmen für eine rückläufige Marge, was vor allem für die Zulieferer gilt, für die die Luft immer dünner wird, wie Gall anmerkt. Viele der Betroffenen sieht der Experte quasi mit dem Rücken zur Wand stehen. Wer als Zulieferer zukunftsfähig sein möchte, müsse demnach massiv in neue Technologien und investieren. Der Hochlauf der Elektromobilität komme aber nicht in Fahrt, die erwarteten und benötigten Stückzahlen würden bei weitem nicht erreicht. Das koste die Branche aktuell sehr viel Geld und sorge für Unsicherheit. Gall rechnet deshalb mit einer weiteren Konsolidierung unter Zulieferern.

(ID:49981914)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung