Fertigungszelle

Automation macht Werkzeugbauer fit

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Software verwaltet 300 Elektroden-Stationen

Verwaltet werden können 300 Elektroden-Stationen und 24 Paletten-Plätze. Welcher Auftrag gerade abzuarbeiten ist, bestimmt der Werker an der Maschinensteuerung.

Die Fertigungszelle besteht aus den Senkerodiermaschine Agietron Impact 2 und AT Hyperspark 2 HS, einem Hochgeschwindigkeits-Bearbeitungszentrum Mikron HSM 300 GraphiteMaster mit 27-fach Werkzeugwechsler, einer 3D-Messmaschine Vista, einem Knickarm-Industrierobeoter, dem Identifikationssystem Flashident, der System-Software sowie einer Rüst- und Einschleusstation. Ende des Jahres 2007 wurde der Auftrag für die Automatisierung an die Agie Charmilles GmbH erteilt. Die Lieferzeit betrug sechs Monate.

Die Fertigungszelle arbeitet ohne Fehl und Tadel. Die Elektrode wird HSC-gefräst und vom Roboter in ein Pufferregal abgelegt (Bild 2 – siehe Bildergalerie), zu dem der Werker von außen Zugriff hat. Er nimmt die Elektrode heraus, misst sie auf der 3D-Messmaschine Vista (Bild 3) und legt sie an eine beliebige Stelle in das Regal zurück.

Bildergalerie

Flashident informiert das System. Am Rüstplatz werden auch die Werkstücke auf die Werkstückpaletten gespannt und über die Einschleusstation der Fertigungszelle übergeben.

Vier Mitarbeiter sind für die Fertigungszelle zuständig

Innerhalb der Fertigungszelle wird die Werkstückpalette vom Knickarmroboter gehandhabt (Bild 4)und zwischen den Bearbeitungsvorgängen in einem Regalspeicher abgelegt, dessen Platz über das Identifikationssystem Flashident definiert ist. Nach der Fertigbearbeitung bringt der Roboter die Palette zum Ausschleusen zurück.

Insgesamt vier Mitarbeiter sind für die Fertigungsplanung, die Konstruktion der Elektroden, die Arbeit am Rüstplatz und am Messplatz und das Geschehen in der Fertigungszelle zuständig. Sie sorgen auch für den Betrieb in der bedienerlosen Zeit.

Grafit-Zuschnitte für Elektroden werden zugekauft

Mit der Fertigungszelle wurden folgende Ziele erreicht: Die Steigerung der Kapazität für das Elektrodenfräsen und Senkerodieren, so dass keine Arbeiten mehr vergeben werden müssen. Die Herstellzeiten für Elektroden reduzierten sich um 70%. Elektroden werden nicht mehr archiviert, sondern nur umgearbeitet oder entsorgt. Durch den Zukauf von Grafit-Zuschnitten entfallen Hilfsarbeiten. In der Fertigungszelle können Wartungs- und Reparaturaufträge Priorität erhalten. Ruhla-Geschäftsführer Schülken zieht Bilanz: „Wenn wir nicht permanent investieren, dann sind wir auf lange Sicht nicht wettbewerbsfähig.“

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