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AKL

Automatische Kleinteilelager sind Backbones der Intralogistik

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Fertigungsleiter Brandt ist mit der Kooperation mit seinem Planungs- und Realisierungspartner sehr zufrieden: „Klinkhammer hat uns bei der Planung des neuen AKL seit 2008 sehr kompetent beraten und konnte vergleichbare Referenzen vorweisen. Neben dem Preis-Leistungs-Verhältnis war für uns entscheidend, dass das Unternehmen zu allen Komponenten des AKL eigene Kompetenz im Haus hat. Das Projekt lief inhaltlich und terminlich aus unserer Sicht vorbildlich ab.“ Die neue Anlage „läuft bereits mit einer Verfügbarkeit von über 99 %. Wir haben hier die neueste Technik in Betrieb, deren hohe Leistung wir für den wirtschaftlichen Betrieb auch brauchen“, so Brandt.

„Musikalisches“ AKL bewältigt 12.000 Pakete pro Tag

Und trotz, wie er betont, „erheblicher Störeinflüsse des Lagerbetriebes durch die noch parallel laufende Befüllung erreichen wir schon das hohe Produktionsniveau, dies vor allem dank der unermüdlichen Anstrengungen aller durchführenden und betroffenen Kolleginnen und Kollegen“.

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Im rund 150 Einwohner zählenden idyllischen fränkischen Treppendorf wird sozusagen täglich „große Logistikoper“ produziert. Denn hier hat Thomann, der mit rund 400 Mio. Euro Jahresumsatz und 860 Mitarbeitern größte Musikinstrumentenversender Europas, seinen Firmensitz. Da die bestehenden Kapazitäten für die täglich bis zu 12.000 Pakete – und zur Weihnachtszeit bis zu 20.000 Pakete – und generell die Verfügbarkeiten wie die Zugriffszeiten nicht mehr ausreichten, wurde TGW als Generalunternehmer mit der Realisierung eines neuen Logistikzentrums beauftragt (Bild 4).

Die Anlage umfasst neben einem Paletten-HRL mit 18.000 Stellplätzen ein viergassiges AKL mit insgesamt 70.000 Behälterstellplätzen, das primär die Kommissionierung versorgt und von acht RBG des Typs Mustang und damit zwei Geräten pro Gasse bedient wird. Die per Stapler oder Pickwagen kommissionierten Artikel werden anschließend an neun Aufgabetischen in der Sorter-Loop geschleust. Zwei Verpackungsbereiche für größere Pakete und umfassende Aufträge sowie für Kleinteile-Order aus dem AKL, die das Volumen eines Behälters nicht überschreiten, sorgen für reibungslose Abläufe bis zum Versand.

Gesteuert wird die Anlage auf Basis der TGW-Standardprodukte CI-Log und CI-Flow, ergänzt durch Infosystem, Visualisierung und System Monitoring. Da es keinen Puffer gibt, muss die Software alle nötigen Kommissioniervorgänge zum richtigen Zeitpunkt steuern.

Hochleistungs-OPS für den dynamischen E-Commerce

Derzeit realisiert Witron Logistik + Informatik, Parkstein, für die ATP Autoteile Pöllath Handels GmbH ein neues Logistikzentrum in Pressath (Bild 5), dessen produktive Nutzung für Mai 2013 geplant ist. In Spitzenzeiten können dann pro Stunde bis zu 1400 Kundenaufträge bearbeitet und bis zu 1500 Pakete verschickt werden. Ziel ist es, alle Kunden, die bis 15 Uhr bestellen, bereits am nächsten Tag mit der gewünschten Ware zu beliefern. Mehr als 20.000 Kunden aus dem Inland und dem benachbarten Ausland bestellen bei ATP über das Internet. Das Sortiment umfasst mehr als 9500 unterschiedliche Produkte aus dem Kraftfahrzeugbereich, vor allem Ersatz- und Verschleißteile, Werkzeuge und Zubehör.

Zum Einsatz kommen aufgrund der Durchsatzanforderungen und der Artikelstruktur die Ware-zum-Mann-(WZM-)Behälterlösung OPS (Order Picking System) sowie das Palettenkommissioniersystem ETP (Ergonomic Tray Picking) von Witron. Die OPS-Lösung besteht aus einem siebengassigen AKL mit mehr als 40.000 Stellpätzen.

Die kleinvolumigen Artikel werden hier an zunächst acht und in der Endausbaustufe an 14 Arbeitsplätzen kommissioniert, und zwar entsprechend der für das E-Commerce-Geschäft erforderlichen Dynamik und Flexibilität direkt in den Versandkarton.

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