Fräsmaschinen Automatisches Beladesystem lässt Fräsmaschine rund um die Uhr laufen

Redakteur: Rüdiger Kroh

Rund 2500 unterschiedliche Bauteile werden auf zwei Fräs-Bearbeitungszentren gefertigt. Die dafür erforderliche komplexe Logistik wurde auf ein Beladesystem verlagert, das mit 45 Maschinenpaletten und 61 Europaletten für eine automatische Maschinenlaufzeit von 10 bis 14 Stunden sorgt.

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Bild 1: Das flexible Ladesystem mit Rohmaterialbehältern und Maschinenpaletten verkettet zwei Bearbeitungszentren. (Bild: Schuler)
Bild 1: Das flexible Ladesystem mit Rohmaterialbehältern und Maschinenpaletten verkettet zwei Bearbeitungszentren. (Bild: Schuler)

Viele mittelständische Unternehmen in Deutschland produzieren zahlreiche unterschiedliche, zum Teil komplexe Bauteile in eher kleinen oder mittleren Serien. Wie groß diese Herausforderung sein kann, verdeutlicht das Beispiel Pro Activ. Das Unternehmen hat sich auf die Produktion von Reha-Technik spezialisiert und fertigt pro Jahr unter anderem rund 2000 Rollstühle. Dafür müssen insgesamt etwa 12000 unterschiedliche Bauteile hergestellt werden.

Beladesystem für zwei Fräs-Bearbeitungszentren

Bereits seit einigen Jahren setzt Pro Activ dabei auf Palettenautomation für Einzelmaschinen von Schuler. Jetzt kommt zusätzlich der Load-Master Flex zum Einsatz. Das Schuler-Beladesystem verkettet zwei Fräs-Bearbeitungszentren und lagert gleichzeitig das von den Maschinen bearbeitete Rohmaterial. Ein Ziel dieser Investitionsentscheidung war die unbemannte und hochflexible Fertigung in der Nacht.

Pro Activ produziert nahezu alle wichtigen Bauteile für die unterschiedlichen Rollstuhlmodelle selbst. Hintergrund für die hohe Fertigungstiefe: In diesem sensiblen Bereich geht es um die Mobilität und Lebensqualität von Menschen. Daher setzt man auf individuelle Lösungen.

Viele Rollstühle müssen an spezielle Bedürfnisse angepasst werden. Die notwendige Qualität bis ins Detail kann nur sichergestellt werden, wenn alle entscheidenden Bauteile im eigenen Haus hergestellt werden.

Fräs-Bearbeitungszentren produzieren 2500 unterschiedliche Teile

Ein Beispiel aus der spanenden Bearbeitung macht die Herausforderungen deutlich: Auf zwei Fräs-Bearbeitungszentren entstehen 2500 unterschiedliche Teile. Dass dabei die Anlagen in der Vergangenheit nicht miteinander verkettet waren, machte die Produktionsplanung noch schwieriger und bedeutete stets ein gewisses Produktionsrisiko.

Fiel eine Maschine aus, mussten Bauteile umgespannt und der komplette Werkzeugsatz zur anderen Maschine gebracht werden. Der gesamte Ablauf wurde auf diese Weise erheblich verzögert.

Fräsfertigung mit Beladesystem in hohem Maße automatisiert

Mit der Investition in zwei neue Bearbeitungszentren, die mit dem Load-Master Flex von Schuler Automation verkettet sind, hat Pro Activ nicht nur dieses Produktionsrisiko beseitigt. Zugleich ist die gesamte Fräsfertigung in hohem Maße automatisiert und in ihrer gesamten Planung vereinfacht.

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