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Vor den eigentlichen Projektschweißungen wird eine Schweißprobe („Coupon in“) durchgeführt, indem die Schweißer an einem Rohrmuster eine zerstörende Prüfung durchführen und diese mit den Vorgaben vergleichen. Die Prüfung ist Teil des durchsuchbaren elektronischen Schweißprotokolls und dient als Ausgangspunkt für nachfolgende Schweißungen.
Als Teil des Qualifikationsprozesses können die Schweißstellen außerdem Zug- oder Biegeprüfungen unterzogen werden. Erfüllt die Schweißprobe die Qualitätsstandards, dient der festgelegte Schweißplan und -prozess zum Schweißen derselben Werkstoffe. Nach einer festgelegten Zeit, einer bestimmten Anzahl von Schweißungen oder nach Änderung einer entscheidenden Variablen wird eine erneute Schweißprobe („Coupon out“) erforderlich. Der Abschnitt zwischen „Coupon in“ und „Coupon out“ stellt einen verifizierten Zeitabschnitt dar, in dem alle Schweißungen den Vorgaben entsprechen sollten.
Weitere Funktionen der Orbitalschweißgeräte sorgen für hochwertige Schweißverbindungen
Mit einer noch größeren Auswahl an automatisierten Funktionen an den Netzteilen von Orbitalschweißgeräten sind noch weniger manuelle Eingaben erforderlich und es kann zu weniger Fehlern aufgrund menschlichen Versagens kommen. Beispielsweise bieten neuere Netzteile eine automatisierte Steuerung für Spül- und Schutzgas. Die Spülgassteuerung trägt dazu bei, dass an der Schweißverbindung der richtige ID-Druck beibehalten wird, während die Schutzgassteuerung die Schweißnaht vor Verunreinigung am AD schützt. Mithilfe eines integrierten Mengendurchflussreglers justieren diese Systeme den Gasfluss automatisch auf Basis des Schweißprogramms, sodass beständige, hochwertigen Schweißungen realisierbar sind.
Manche Netzteile bieten ausführliche Schweißverlaufdaten in Echtzeit, die bei der Beurteilung von Schweißungen helfen. Grafiken zeigen den Verlauf, die Leistungsstufen sowie Stopp/Start für die einzelnen Stufen einer Schweißung in Echtzeit an. Falls eine Schweißstelle vom ausgewählten Schweißplan abweicht, wird auf der Grafik darauf hingewiesen, wo es zu diesen Abweichungen kam, um die Schweißung nach deren Abschluss beurteilen zu können. Mit dieser Funktion können Schweißer effiziente Anpassungen zur Verbesserung der Schweißqualität vornehmen.
Durch Fertigungskontrollen achten sowohl Schweißer als auch Prüfer auf Genauigkeit, Qualität und Vollständigkeit, um das Risiko zu verringern, Systeme mit fehlerhaften Schweißungen in Betrieb zu nehmen. Mit dem Einsatz der automatisierten Datenerfassung über die Netzteile von Orbitalschweißgeräten kann der Schweißer hochwertigere Schweißnähte produzieren und gleichzeitig das Erfassen von Dokumentationsdaten verbessern. Auf diese Weise lassen sich einfacher leckdichte Endsysteme produzieren.
* John Glessman ist Manager Schweißsystemprodukte für Swagelok in 44139 Solon (Ohio/USA)
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