Der Zurückgewinner

Automatisierte Demontage macht Batterierecycling lohnender

< zurück

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Rohstoffe per Hochdruck-Wasserstrahl zurückgewinnen

Die Partner strebten zudem an, einen effizienten Wertschöpfungskreislauf zu etablieren, der zunächst durch mechanische Trennung und Rückführung der im Batteriepack enthaltenen Bestandteile erfolgen soll. Dabei setzten die Experten auf das wasserbasierte Recycling. Es ist eine neuartige Form der direkten Wiedergewinnung von sogenannter Schwarzmasse. Das ist das, was bleibt, wenn Altbatterien für das Recycling behandelt wurden – meist geschreddert. Die Schwarzmasse enthält wichtige Elemente, wie Lithium Mangan, Nickel und Cobalt.

Außer einer teilautomatisierten Öffnung und Separierung der Zellbestandteile wird dabei ein Hochdruckwasserstrahl eingesetzt, um die Elektrodenbeschichtung von den Trägerfolien abzulösen. Die durchgeführte ökobilanzielle Untersuchung (englisch: Life Cycle Assessment oder LCA) verdeutlicht den Effizienzgewinn. Denn das Treibhauspotenzial verringerte sich um den Faktor 10 bis 20, wie die Forscher sagen. So könnten Batterierezyklate mit geringem CO2-Fußabdruck bereitgestellt werden, was bei hoher Beimengung die produktionsbezogenen Treibhausgasemissionen bedeutend reduziere.

Bildergalerie

Fazit und Ausblick in puncto Batterierecycling

Die in „DeMoBat“ entwickelten Innovationen bilden nun die Grundlage für den Aufbau eines Erprobungszentrums, in dem neue Formen der Batterieproduktion entwickelt und getestet werden können, wobei auch das Recycling von E-Komponenten weiterentwickelt wird.

Aber auch nach dem erfolgreichen Abschluss des Projekt liefen am Fraunhofer IPA Projekte zu den Themen Nachhaltigkeit und Automatisierung von Recyclingprozessen. Im Projekt „Desire4Electronics“ etwa wird ausgelotet, wie die automatisierte Demontage von Elektrokleingeräten für deren Wiederaufarbeitung gelingen kann. Und das Ziel des Projektes „ProDiREC“ ist die nachhaltigere Nutzung der seltenen Rohstoffe in der Lithium-Ionen-Batterien-Produktion. „ReNaRe“ schließlich heißt ein viertes Projekt, in dem es um die roboterbasierte Demontage von zukünftigen Elektrolyseuren für die Wasserstoffgewinnung geht.

(ID:49436578)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung