Messe Cumbre Automatisierungslösungen sollen spanische Unternehmen voran bringen

Die Messe Cumbre, die alljährlich in Bilbao (Spanien) stattfindet, will weg vom Image der reinen Zuliefermesse und auch Themen wie die Automatisierung in den Fokus des Interesses rücken.

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Faymasa wies mit einem ABB-Roboter auf der Cumbre darauf hin, dass man komplette Automatisierungslösungen hat. Laut Javier Pelayo Manteca, habe Faymasa auch schon entsprechende Lösungen nach Deutschland verkauft.
Faymasa wies mit einem ABB-Roboter auf der Cumbre darauf hin, dass man komplette Automatisierungslösungen hat. Laut Javier Pelayo Manteca, habe Faymasa auch schon entsprechende Lösungen nach Deutschland verkauft.
(Bild: Schäfer)

36 Aussteller im Bereich der Automatisierung haben sich getraut und nutzten den Messeplatz, um Ihre Produkte zu präsentieren. Insgesamt stellten 601 Unternehmen auf der baskischen Messe aus. Darüber hinaus zeigten in diesem Jahr zusätzlich 39 Gebrauchtmaschinenhändler ihre auf den Stand der Technik gebrachten Maschinen auf der Fitmacq, die gleichzeitig am selben Ort ausgerichtet wurde. Beide Messen belegten 28.000 m² in zwei Hallen. Die Fitmacq nahm fast zwei Drittel der Halle 3 ein. In der Halle 1 stellten überwiegend Zulieferunternehmen und nur zu einem kleinen Teil Automatisierungsunternehmen ihre Produkte aus.

Zulieferer belegten 80 % der Cumbre-Ausstellungsfläche

Die Zulieferer belegten nach Angabe der Messegesellschaft fast 80% der Ausstellungsfläche der Cumbre.

Die ausstellenden Automatisierer wollten zeigen, dass sie anwendungsreife Lösungen haben. So zeigte Paka, Lda. In Sao Joan, Portugal, zwei große Panasonic-Roboteranlagen, um auf seine Automatisierungslösungen aufmerksam zu machen. Auch bei Faymasa in Palencia (Spanien) wies man mit einem kleinen Roboter von ABB darauf hin, dass man komplette Automatisierungslösungen anbieten kann. Laut Javier Pelayo Manteca, Verkäufer bei Faymasa, habe man auch schon Automatisierungslösungen nach Deutschland verkauft. Bisher sei aber hauptsächlich noch der französische Markt für das Unternehmen von Bedeutung. Man denke aber daran, im nächsten Jahr auch auf einer deutschen Messe auszustellen, um verstärkt auf dem deutschen Markt zu verkaufen.

Am Stand von Tecnalia, San Sebastian, einem spanischen, privaten Entwicklungsunternehmen mit 1500 Mitarbeitern und weltweit 22 Büros, zeigte man eine Montagelösung mit einem Fanuc-Roboter.

Partnerland der Cumbre war Deutschland

Partnerland der Cumbre war in diesem Jahr Deutschland. Deshalb gab es am 1. Oktober den sogenannten Germany Day. Dies liegt auch nahe, denn über 40% der Aussteller exportieren ihre Produkte dort hin. Für die baskischen Unternehmen ist Deutschland eines der Spitzenexportländer (gleich nach Frankreich). Die enge Verzahnung zwischen Deutschland und Euskadi (baskische Bezeichnung für Landschaft an der Atlantikküste in der Grenzregion der Staaten Spanien und Frankreich) kann allein schon daraus abgeleitet werden, dass man im vergangenen Jahr Waren im Werte von 2,885 Mrd. Euro nach Deutschland exportiert und gleichzeitig Waren Im Wert von 1,907 Mrd. Euro importiert hat.

30 % der Aussteller kommen aus dem Ausland

30 % der auf der Cumbre ausstellenden Unternehmen kommen aus dem Ausland, meist aus Portugal Frankreich, Italien und Deutschland. Nach Angaben der Aussteller sind ihre Hauptkunden die Automobil-, (24 %) Weltraum- und Flugzeug- (18 %), Eisenbahn- (13 %), Wind-&-Solarkraft- (12 %), Werkzeugmaschinen- (10 %), Haushaltsgeräte- (9 %) und Schiffsindustrie (4 %)

Die Cumbre und die Fitmacq, die vom 1. bis. 4. Oktober 2013 stattgefunden haben, wurden von 8000 Interessierten besucht.

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