Abseits vom Auto

Autozulieferer können in anderen Bereichen erfolgreich wachsen

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Automobilzulieferer können Rüstungssektor stützen

Auch wieder knapp zwei Drittel der Befragten sehen im Verteidigungssektor die besten Chancen auf neue Umsätze. Dahinter liegen die Medizintechnik mit 38 Prozent der Nennungen sowie die Luft- und Raumfahrtindustrie mit 36 Prozent. Die starke Priorisierung des Verteidigungssektors lässt sich unter anderem mit den seit Jahren wachsenden geopolitischen Spannungen und den in der Folge steigenden Verteidigungsbudgets erklären, so die Analysten von Roland Berger. Weil die geplanten Investitionen die verfügbaren Kapazitäten der nationalen Unternehmen deutlich überschreiten dürften, sei es eben naheliegend, zusätzliche Kapazitäten aus der zivilen Industrie zu nutzen, um das erforderliche Abschreckungsniveau zu erreichen – also die Industrieproduktion so zu steigern, dass potenzielle Aggressoren von einem Angriff lieber absehen. Im Verteidigungssektor werden nach Ansicht von Roland Berger perspektivisch Kapazitäten fehlen, um die Aufträge abzuarbeiten. Mit seiner Prozess- und Produktkompetenz könne der automobile Mittelstand aber optimal unterstützen. Der Fokus könne etwa auf in Massen herstellbaren, per Software definierten Abwehrsystemen liegen. Diese müssten mit den gewünschten Anforderungen dann zu erschwinglichen Preisen und eben in hohen Stückzahlen produziert werden.

Das passende Know-how für das Neuland Verteidigung

Insbesondere die technologische Nähe der Verteidigungsbranche zum Automotive-Bereich – man denke beispielsweise an Sensorik, Fertigungs-Know-how oder Systemintegration – lege eine intensivere Zusammenarbeit mit der Verteidigungsbranche nahe. Potenziellen neuen Kunden im Verteidigungssektor hat die Zulieferindustrie außerdem einiges zu bieten! Vor allem bei elektronischen und mechanischen Bauteilen (78 beziehungswesie 71 Prozent der Nennungen) sehen die Studienteilnehmer wichtige Ansatzpunkte. Auch mit Modulen für Antriebe und für die Energieversorgung (64 Prozent) sowie in Sachen Software (48 Prozent) kann die Zulieferbranche nach eigener Einschätzung in der Rüstung punkten. Herausforderungen sehen die Befragten aber noch beim Aufbau geeigneter Vertriebsstrukturen und Kundennetzwerke (52 Prozent). Auch haben sie zu 53 Prozent wenig Erfahrung, wie man politische und regulatorische Rahmenbedingungen einhält.

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Die Studie komplett.

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