Forschung

Batterie entsalzt Meerwasser

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Bessere Energieeffizienz der Batterie-Meerwasserentsalzung gefordert

„Verglichen mit der Umkehrosmose, die es schon seit rund 40 Jahren gibt, ist unser Verfahren noch sehr neu. Die Umkehrosmose ist wissenschaftlich ausgereizt, da wird es wahrscheinlich keine großen Verbesserungen mehr geben. Unser Verfahren wird noch sehr viel weiter entwickelt werden, sodass wir auf jeden Fall noch große Verbesserungen erreichen können“, ist er zuversichtlich. Auch die Energieeffizienz will der Forscher so steigern, sie ist mit rund 33 % zurzeit noch schlechter als die der Umkehrosmose (rund 50 %).

Würde es gelingen, das Meerwasser um 80 % seines Salzgehalts zu „erleichtern“, könnte man auch an eine Kombination mit der Umkehrosmose denken. Sie würde – dann mit wesentlich weniger Energieaufwand als heute – dem Wasser den letzten Rest des unerwünschten Salzes entziehen.

Automatisierte Entsalzung des Meerwassers angestrebt

Die Forscher hoffen, dass für das Batterieverfahren keine vorherige Reinigung des Meerwassers von Biomasse mehr notwendig ist. Das würde große Energieeinsparungen bedeuten. Genau wissen sie das aber noch nicht, da im Labor bislang nur kurze Versuche, aber keine Langzeittests durchgeführt wurden.

Auf jeden Fall wäre das Verfahren, für das sie im Labor kleinste Mengen Wasser per Hand mit einer Spritze in die Batteriezelle füllen und es ebenso wieder entnehmen, auch automatisierbar. „Man könnte sich das Ganze als lange, gewundene Röhre vorstellen, durch die das Meerwasser strömt und dabei entsalzt wird“, so die Vision von Dr. La Mantia.

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