Spannungsreiche Aussichten
Neue Batteriespeicher können das Stromnetz stabilisieren

Von Dr. rer. nat. Thomas Dr. Isenburg Dr. Thomas Isenburg 5 min Lesedauer

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Batteriespeicher können die fluktuierende Stromerzeugung ausgleichen – den sogenannten Flatterstrom – der bei der Nutzung erneuerbarer Energiequellen, wie Sonne und Wind, entsteht. Doch es fehlt noch an Regularien.

Hier blickt man auf ein Areal, auf dem Batteriespeicher stehen. Sie sorgen dafür, dass das Stromnetz stabil Energie liefert, wenn Solar- oder Windkraftanlagen wegen ungünstigen Bedingungen schwächeln. Doch der Einsatz von Speichern muss auch gut überlegt werden ...(Bild:  Tennet)
Hier blickt man auf ein Areal, auf dem Batteriespeicher stehen. Sie sorgen dafür, dass das Stromnetz stabil Energie liefert, wenn Solar- oder Windkraftanlagen wegen ungünstigen Bedingungen schwächeln. Doch der Einsatz von Speichern muss auch gut überlegt werden ...
(Bild: Tennet)

Die wetterbedingte Volatilität der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen stellt das Energiesystem vor Herausforderungen. Denn auf der einen Seite gibt es Stunden mit einem Überangebot an Energie – starker Wind respektive viel Sonne – und auf der anderen Seite Phasen mit einem erheblichen Defizit innerhalb eines Tages, wenn Flaute herrscht oder die Sonne nicht scheint. Dies spiegelt sich auch auf den Strommärkten in volatilen, teilweise negativen Strompreisen wider. Insbesondere Großbatteriespeicher haben aber das Potenzial, einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung des Energiesystems zu leisten, so das Ergebnis der im Dezember letzten Jahres veröffentlichten Tennet-Studie „Quo Vadis, Großbatteriespeicher ?“

Alte Elektroautobatterien können unterstützen

Die Voraussetzung ist aber, dass ein geeigneter Standort gewählt und die Betriebsweise der Batteriespeicher systemdienlich ausgelegt wird. Dazu Manuela Wolter, Pressesprecherin des Übertragungsnetzbetreibers Tennet: „Wir sehen Batteriespeicher als eine zentrale Technologie im zukünftigen Energiesystem. Sie können einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Stromnetze leisten – aber nur, wenn sie sinnvoll platziert und betrieben werden.“ Dafür sei außerdem ein verbindlicher regulatorischer Rahmen dringend notwendig. Batteriespeicher können nicht zuletzt dabei helfen, teure Netzeingriffe zu minimieren, die Systemsicherheit bei erneuerbaren Energien zu erhöhen und den Netzausbau effizienter zu planen, führt Wolter weiter aus. Viele Zyklen lassen etwa den wirtschaftlichen Betrieb von Lithium-Ionen-Batterien möglich werden. Auch ausgediente Batterien – etwa aus Elektroautos – können dafür noch weiter eingesetzt werden, wenn deren Wirkungsgrad für den mobilen Betrieb nicht mehr ausreicht. Die bisherige Ausrichtung orientiert sich an Marktsignalen: Laden bei niedrigen Strommarktpreisen, Entladen bei hohen Preisen – entscheidend ist die Preisdifferenz. Dies kann jedoch bestehende Engpässe bei der Auslastung verschärfen. Die Standorte sind also entscheidend, ob das Stromnetz so stabilisiert wird.

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