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Bau einer Mondbasis aus dem 3D-Drucker erwogen

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Ersatz für Mondregolith für 3D-Druck stammt vom italienischen Bolsenasee

Für wissenschaftliche Tests stellen Spezialfirmen simulierten Mondregolith her, der in der Regel pro Kilogramm verkauft wird. Das Team benötigte für seine Arbeit allerdings mehrere Tonnen. „Ein weiteres nützliches Ergebnis war die Entdeckung einer europäischen Quelle für simulierten Mondregolith“, fügte Dini hinzu. „Das Basaltgestein aus dem Zentralvulkan im Bolsenasee in Mittelitalien hat zu 99,8 % Ähnlichkeit mit dem Mondboden.“

Faktoren wie der Schutz gegen Mondstaub oder die Thermalkontrolle erfordern weitere Studien. Das 3D-Druckverfahren funktioniert am besten bei Raumtemperatur, doch auf dem Mond schwanken die Temperaturen zwischen den Tagen und den zwei Wochen langen Mondnächten enorm. „Der 3D-Druck stellt eine potenzielle Möglichkeit dar, die von der Erde aus notwendige Logistik zu reduzieren und die Besiedlung des Mondes damit zu erleichtern“, fügte Scott Hovland von der ESA hinzu. „Die neuen Möglichkeiten, die sich mit diesem Projekt eröffnen, können dann von internationalen Raumfahrtbehörden als Teil der heutigen Entwicklung einer gemeinsamen Explorationsstrategie in Betracht gezogen werden.“ Das 3D-Druckverfahren wird von der ESA als äußerst vielversprechende Technik für die Raumfahrtindustrie angesehen.

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