Konjunkturflaute Baustoffkonzern Heidelberg Materials schließt Werke

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Im ersten Halbjahr machte Heidelberg Materials die geringere Nachfrage zu schaffen. Die Erlöse gingen in allen Regionen zurück, heißt es. Nun sollen Werke geschlossen werden, so die dpa.

Die konjunkturelle Fahrt beim Baustoffhersteller Heidelberg Materials läuft eher zäh. Die Nachfrage nach Zement sinkt. Das bedeutet das Aus für eine Produktion in Hannover und zwei Werke in Frankreich.(Bild:  N. P. Dales)
Die konjunkturelle Fahrt beim Baustoffhersteller Heidelberg Materials läuft eher zäh. Die Nachfrage nach Zement sinkt. Das bedeutet das Aus für eine Produktion in Hannover und zwei Werke in Frankreich.
(Bild: N. P. Dales)

Höhere Preise konnten die niedrigere Absatzmengen bei Heidelberg Materials nicht vollständig ausgleichen, wie jetzt bekannt wurde. Das operative Ergebnis legte hingegen zu, was an gut laufenden Geschäften in Nordamerika liegt, wie es weiter heißt. Das Unternehmen will wegen des Absatzrückgangs bei Zement in Europa sowie aufgrund der verstärkten Ausrichtung des Zementportfolios hin zu CO2-reduzierten Produkten seine Herstellung in mehreren Werken zurückfahren. Im Zementwerk Hannover soll etwa die Klinkerproduktion im Laufe des zweiten Halbjahres eingestellt werden. Und die französischen Werke in Beffes und Villiers-au-Bouin sollen im Oktober 2025 geschlossen werden. Die Aufstellung und Kostenstrukturen der europäischen Werke würden im Hinblick auf ihre Zukunftsfähigkeit überprüft. Für das laufende Jahr erwartet der Vorstand ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 3 bis 3,3 Milliarden Euro (nach gut 3 Milliarden Euro im Vorjahr).

Einschätzung des Unternehmens und der Analysten

Der um Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe bereinigte Umsatz soll um Währungseffekte im Vergleich zum Vorjahr leicht zulegen. 2023 hatte das Unternehmen knapp 21,2 Milliarden Euro erlöst. Laut den vom Unternehmen zur Verfügung gestellten Daten sehen Analysten den Umsatz im dritten Quartal im Schnitt bei knapp 5,6 Milliarden Euro – also leicht unter dem Vorjahresniveau. Das operative Ergebnis (bereinigtes Ebit) dürfte mit 1,1 Milliarden Euro um gut zwei Prozent zulegen. Für das Gesamtjahr rechnen die externen Experten im Schnitt mit einem Umsatz von gut 21 Milliarden Euro und mit einem operativen Gewinn von 3,1 Milliarden Euro. Das wäre beim Umsatz weniger und beim Ergebnis mehr als im Vorjahr.

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