Wirtschaft BDI sieht Industriestandort Europa an kritischem Wendepunkt

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Nicht nur der andauernde Krisenmodus macht Unternehmen in Europa zu schaffen, sondern auch Bürokratie und bessere wirtschaftliche Bedingungen in den USA oder China.

BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner warnt davor, dass Zukunftsinvestitionen zunehmend in die USA und nach China abwandern.(Bild:  Jana Legler)
BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner warnt davor, dass Zukunftsinvestitionen zunehmend in die USA und nach China abwandern.
(Bild: Jana Legler)

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sieht den Industriestandort Europa an einem kritischen Wendepunkt. Das sagte Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner der Deutschen Presse-Agentur anlässlich des EU-Gipfels an diesem Donnerstag und Freitag. „Angesichts hoher Energiepreise, überbordender bürokratischer Belastungen sowie eines internationalen Wettlaufs um beste Klimatechnologien wandern Zukunftsinvestitionen zunehmend in die USA und nach China ab. Der Europäische Rat muss jetzt die Trendwende einläuten und Maßnahmen zur Steigerung von Europas Wettbewerbsfähigkeit anstoßen.“

Belastungen für Unternehmen abbauen

Die EU müsse Planungs- und Genehmigungsverfahren für alle Sektoren beschleunigen, so Gönner. Dauerhaft wettbewerbsfähige Energiepreise, der unbürokratische Zugang zu Fördermitteln und Investitionsprogrammen sowie der Zugang zu den notwendigen Rohstoffen im Übergang zur Netto-Null-Wirtschaft seien von zentraler Bedeutung. „Ausufernde“ Berichtspflichten und kleinteilige regulatorische Belastungen für Unternehmen müssten abgebaut werden.

Die Wirtschaft beklagt seit langem im internationalen Vergleich hohe Energiepreise in Deutschland und sieht die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen in Gefahr. Dazu kommt der Inflation Reduction Act der USA, ein milliardenschweres US-Subventionsprogramm. Befürchtet wird, dass Firmen eher in den USA investieren als in Europa.

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