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Bedienpanel: Schlank und rank, ganz ohne Schrank

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Für Anwendungen, in denen eine hohe Schutzart für eine schaltschranklose Installation mit einer großen Bildschirmfläche und einer hohen Rechenleistung kombiniert werden muss, hat Siemens die Familie Simatic HMI Pro entwickelt. Die rundum in Schutzart IP65 ausgeführten Industrial-Flat-Panels und Panel-PC-Geräte in 19 und 22 Zoll erweitern das Portfolio der Glasfrontpanels. Weitere Displaygrößen sind in Planung.

Das Aluminiumgehäuse der Pro-Geräte ermöglicht den Einsatz direkt an der Maschine auch unter rauen Umgebungsbedingungen. Die Bedieneinheiten können am Standfuß montiert und wahlweise von oben oder unten an Tragarmsysteme verschiedener Hersteller angeschlossen werden. Die Panels haben eine kristallklare, kratzfeste und durchgehende Glasfront mit hoher chemischer Beständigkeit. Sie sind entspiegelt, damit sie auch unter schwierigen Lichtverhältnissen gut ablesbar sind, und liefern auch bei großem Betrachtungswinkel eine ausgezeichnete Darstellungsqualität. Die Touchdisplays erkennen automatisch Fehlberührungen und -bedienungen – etwa durch Handballenauflage oder Verschmutzungen. Ein Highlight der Geräte ist die projiziert kapazitive Touch-Technik (PCT-Technik), die eine effiziente Gesten- sowie Ein- und Mehrfingerbedienung wie Wischen oder Zoomen ermöglicht – sogar mit dünnen Arbeitshandschuhen.

Einsparungen beim Engineering und im Betrieb

Die neuen Geräte lassen sich außerhalb eines Gehäuses oder Schaltschranks direkt an der Maschine einsetzen – bei Bedarf auch bis zu 30 m vom Server weg, zum Beispiel als zweite Bedienstation. Der Panel-PC kann als kompakte, schaltschranklose Automatisierungslösung auch mehrere Aufgaben übernehmen und neben der Anlagenvisualisierung als PC-basierte Steuerung für Anwendungen aus dem Windows-Umfeld genutzt werden. Dabei sind die Geräte mithilfe eines durchdachten Designs und des robusten und gleichzeitig schlanken Aluminiumrahmens äußerst kompakt und haben eine geringe Tiefe.

Die Geräte sparen allerdings nicht nur wertvollen Platz und die Kosten für ein zusätzliches Gehäuse an der Maschine. Sie können als Teil eines durchgängigen Portfolios für die Fertigungsautomatisierung auch über das integrierte Engineering-Framework TIA Portal projektiert werden – und machen das Engineering der Visualisierungs- und Automatisierungslösung deutlich effizienter. So lassen sich vorhandene Projektierungen für die „normalen“ Einbaugeräte einfach umschalten oder von der vorhergehenden Panelgeneration über bewährte Routinen leicht migrieren. Ein abgestuftes Leistungskonzept sorgt dafür, dass der Anwender die für ihn richtige Funktionalität auswählen kann und dies führt auch zu einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch bei den Schnittstellen spart man mit einem guten Design Zeit und Geld: Ein integrierter und durch eine Klappe geschützter USB-Anschluss ermöglicht es, Daten zu sichern oder Updates einfach einzuspielen. Die Kabelanschlüsse sind als Standardstecker ausgeführt und es werden keine Stecker in hoher Schutzart (IP65) benötigt. Der Techniker kann die Anschlüsse über die Serviceklappe beziehungsweise die abnehmbare Rückwandhaube einfach erreichen, sodass das Panel dafür nicht demontiert werden muss – das erleichtert die Instandhaltung im Betrieb deutlich.

Kompakt und leistungsstark auch für bestehende Anlagen

Auch die Anpassung an individuelle Anforderungen ist leicht möglich. Bei Bedarf können über Extension Units bis zu zwölf Bedienelemente wie Not-Halt, Wahlschalter, Drucktaster, Schlüsselschalter, Meldeleuchten oder RFID-Leser implementiert oder das Panel um eine externe Tastatur ergänzt werden. Diese Extension Units sind perfekt auf das Panel abgestimmt und passen sich nahtlos dem Bedienkonzept und der schlanken Optik sowie dem ergonomischen Aufbau des Panels an. Sie können einfach mit dem Bedien- und Automatisierungssystem verdrahtet werden. Demnächst ist auch eine Profinet- und Profi­safe-Schnittstelle für die Kommunikation mit dem Bedien- und Automatisierungssystem verfügbar. Auch die Konfektionierung ist denkbar einfach: Die einzelnen Elemente können in den vorgestanzten Positionen ohne besondere Werkzeuge leicht montiert und schnell verdrahtet werden. Genauso leicht lassen sich Elemente bei einem Defekt oder im Zuge einer Maschinenumrüstung oder -erweiterung nachträglich tauschen oder neu einbauen. Der Maschinen- oder Anlagenbauer kann sich im TIA Selection Tool die entsprechende Konfiguration zusammenstellen und erhält so ein individuelles und dennoch unkompliziertes Gesamtpaket.

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