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Siemens Bedienpanel: Schlank und rank, ganz ohne Schrank

| Autor / Redakteur: Tatjana Luft und Luisa Fernanda Garcia Cuartas / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Manchmal ist es die Vorstellung einer besonders ergonomischen Bedienung oder schlicht der verfügbare Platz, der den Wunsch nach einer Visualisierung weckt, die ohne Schaltschrank an der Maschine installiert werden kann. Gleichzeitig sollen diese Geräte natürlich ein schlankes, zeitgemäßes Design haben und über Multitouchgesten bedienbar sein.

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Rundum Schutzart IP65 hat dieses Aluminiumgehäuse für den schaltschranklosen Einsatz in unterschiedlichen Branchen.
Rundum Schutzart IP65 hat dieses Aluminiumgehäuse für den schaltschranklosen Einsatz in unterschiedlichen Branchen.
(Bild: Siemens)

Alle sprechen aktuell über Big Data – auch im Bereich der industriellen Fertigung. Doch wie kann man aus den Daten, die überall in der Produktion anfallen, sinnvolle Informationen generieren? Und wie lassen sich daraus Entscheidungshilfen für den Anlagenbetrieb machen? Diese Fragen betreffen auch und gerade das maschinennahe Bedienen und Beobachten, wo immer mehr Daten vor Ort verarbeitet, bereitgestellt und dokumentiert werden müssen. Unternehmen wollen dadurch die Produktivität ihrer Anlagen und Maschinen steigern, Stillstandszeiten minimieren und den Ressourceneinsatz reduzieren – zum Beispiel, indem Arbeitsanweisungen und Berichte papierlos erstellt werden.

Dies betrifft nicht nur regulierte Branchen wie Pharma, Nahrungs- und Genussmittel oder hochautomatisierte Fertigungen in der Automobilindustrie. Auch im Maschinenbau oder der Metallbearbeitung steigt der Wunsch nach mehr Informationen an der Maschine. So kann es sehr hilfreich sein, wenn der Bediener im Betrieb Zugriff auf Datenblätter und Videoanleitungen hat oder Informationen wie Stromlaufpläne abrufen kann.

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Neben einer intuitiven Bedienung und einem guten Design der Bedienoberfläche spielt auch die Bildschirmgröße und Rechenleistung der eingesetzten Systeme eine Rolle. Gerade wenn Daten vorverarbeitet werden müssen oder eine umfangreichere Archivierung und Dokumentation der Fertigungsabläufe erforderlich ist, sind PC-basierte Ausführungen oft die technisch richtige Lösung. Klassisch wird dann in einer staub- oder feuchtigkeitsbelasteten Umgebung ein Konzept mit Schaltschrank oder Gehäuse eingesetzt. Was aber, wenn an der Maschine kein Platz ist oder der Anlagenbediener einen beweglichen Bildschirm braucht, um sowohl die Informationen auf dem Panel als auch den Prozess gut im Blick zu behalten?

Rundum geschützt für besondere Anforderungen

Natürlich gibt es mittlerweile geeignete mobile Be­diengeräte in hoher Schutzart. Allerdings haben diese Geräte eine begrenzte Bildschirmdiagonale, damit sie sich leicht handhaben lassen, und oftmals reicht die Systemleistung für die Datenaufbereitung nicht aus. Außerdem erwarten Entwickler und Anwender auch eine optisch ansprechende Lösung; denn das HMI (Human Machine Interface) entwickelt sich immer mehr zum Aushängeschild der Maschine.

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