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Die Welt des Sägens

Behringer weist den Weg der Säge in die Welt von Industrie 4.0

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Mit Lean Chili gegen Fachkräftemangel

Der demografische Wandel zwingt die Industrienationen zum Handeln. Insgesamt weniger Menschen im arbeitsfähigen Alter müssen einen stetig steigenden Output bewältigen. Der Fach- und Führungskräftemangel sorgt für zusätzliche Brisanz. Zeitlich parallel vollzieht sich ein Wandel der Wirtschaftsstruktur von einer industriell basierten zu einer wissensbasierten Produktion. „Einer immer älter werdenden Erwerbsbevölkerung stehen immer weniger junge Erwerbstätige gegenüber“, Behringer die Problematik zusammen. Studien bestätigen, dass das Thema Fachkräftemangel insbesondere im Mittelstand aktuell ist, und zwar unabhängig von konjunkturellen Schwankungen.

Seitens der Industrie gilt es deshalb, sich neu zu positionieren, die internen und externen Prozesse zu verschlanken und zu automatisieren. „Generell wachsen die Anforderungen an moderne Produktionslinien. Dem stellen wir uns schon seit geraumer Zeit, müssen und werden natürlich weiterhin diesbezüglich Maßstäbe setzen“, ergänzt er.

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Bedienerarmer Betrieb hängt von Steuerung ab

Behringer hat unter dem Begriff „Lean Chili“ ihre In-house-Aktivitäten und Kundenlösungen unter die Lupe genommen. Als zuverlässiger Partner für maßgeschneiderte Säge- und Materialflusslösungen können Behringer-Anwender aus diversen Industriezweigen nun auch hierbei schon heute Techniken von morgen nutzen, um auch mit wenigen Fachkräften komplexe Anlagen zu bedienen.

Voraussetzung für den bedienerarmen Betrieb sind deshalb einfache Steuerungen, die intuitiv zu bedienen sind. „Der Bediener ist heute Generalist, Disponent und Controller in einer Person. Er steuert, überwacht und greift im Notfall ein – und das bei unterschiedlichen Anlagen. Es ist deshalb zwingend notwendig, die Bedienung so einfach wie möglich zu halten. Eine schnelle Einarbeitung und das sichere, angstfreie Beherrschen der Technologie sind immens wichtig für den reibungslosen Ablauf. Hier sind die Hersteller gefragt. Behringer hat auf diesen Wandel schon seit einigen Jahren reagiert, etwa mit Touchpanels und selbsterklärender Symbolik.

Lean-Gedanke bringt Investitionsvorteile

Mit minimalen Umlaufbeständen und Durchlaufzeiten optimale Arbeitsabläufe erhalten – so kann man Lean-Chili für die internen Prozesse bei Behringer beschreiben. „Der Lean-Gedanke ist bei uns in der Fertigung seit vielen Jahren Alltag und steht gleichzeitig immer wieder auf dem Prüfstand“, so der Geschäftsführer. Motivation aller Lean-Überlegungen sei es immer, dem Kunden das beste Preis-Leistungsverhältnis bieten zu können.

In der Fertigung spielt der Einsatz effektiver Bearbeitungsmaschinen und neuer Bearbeitungsstrategien eine zentrale Rolle. Werden komplexe Bauteile mittels CAM im Vorfeld programmiert und beispielsweise Spannmittel standardisiert, spart man Zeit und damit Kosten. „Die Direktspannung mit Nullpunktsystem hat uns einen entscheidenden Schritt nach vorn gebracht“, unterstreicht er.

Trennung von Wertschöpfung und Logistik schafft Kostentransparenz

Veränderungen nach dem Lean-Prinzip in der Entwicklung und Montage bei Behringer wirken sich positiv aus. „Mit Unterstützung der Staufen-Akademie wurde im Zuge der Entwicklung der HBE-Dynamic Baureihe eine neue Montagelinie installiert“, so Behringer. Unter Einbeziehung der Mitarbeiter hat man die Ist-Situation analysiert, Standards definiert und ein Sollkonzept erstellt. In die bereichsübergreifende Entwicklungsarbeit wurden alle am Prozess beteiligten Abteilungen eingebunden. Interdisziplinäre Teams brachten ihre Erfahrungen und ihr Know-How in die innovative Baureihe ein. Die klare Trennung von Wertschöpfung und Logistik schaffte Transparenz über die Kosten; Montagekonzepte nach dem Pull-Prinzip sorgen für einen angepassten, überschaubaren Durchlauf des Produkts. Notwendig dafür ist die effektive Arbeitsplatzgestaltung und Organisation nach Lean-Gesichtspunkten.

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