Die Vorteile digitaler Industrieplattformen werden aktuell deutlicher denn je: stabile Lieferketten, kurze Lieferwege, schnelle und gesicherte Verfügbarkeiten. Wie Sie selbst bei Lieferantenengpässen handlungsfähig bleiben können, lesen Sie bei uns.
Wer auf Onlinefertiger setzt, bleibt auch in Krisenzeiten produktionsfähig. Pofitieren Sie von breiten Netzwerken, schnellen Angeboten und fristgerechter Lieferung.
Wie, ihr könnt nicht liefern? Wir arbeiten seit Jahren mit euch zusammen und bis jetzt gab es bei euch noch in keiner Krise Lieferschwierigkeiten! Das ist einer der wenigen Aufträge, die nicht storniert wurden! Wenn wir jetzt den Auftrag ablehnen müssen, weil ihr uns das Teil nicht liefern könnt, dann war es das für uns“, sucht Heribert Schweitzer*, Produktionsleiter eines Lohnfertigers, verzweifelt am Telefon nach Beherrschung. *Name von der Redaktion geändert
Schweitzer ist kein Einzelfall in der Branche. Viele Unternehmen führen eine, wenn man so will, monogame Beziehung zu ihrem Lieferanten. Never change a running system. Allerdings entscheiden genau in diesem Ausnahmezustand die eigene Anpassungsfähigkeit und Flexibilität über Aufträge oder Insolvenz. Fehlt ein Teil des Ganzen, liegt die gesamte Produktion still.
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Viele erleben diesen Ausnahmezustand in der Coronakrise. Wenn der langjährige Lieferpartner auf einmal handlungsunfähig wird, dann steht der eigene Ruf und oftmals sogar das Unternehmen plötzlich auf Messers Schneide. Die Coronapandemie hat die Lieferketten im Maschinenbau längst fest im Griff und bereits beträchtlich beschädigt. Einer Umfrage des VDMA zufolge erwartet die Mehrheit der bislang nicht betroffenen Maschinenbauer in den nächsten drei Monaten Lieferstörungen.
Gegen diese Störungen sehen sich digitale Beschaffungsplattformen gewappnet, weshalb sie als ernsten und für viele sogar als alternativlosen Plan B in Betracht gezogen werden sollten. Nicht zuletzt durch ihr Netzwerkkonzept bieten digitale Beschaffungsplattformen eine willkommene Alternative zur herkömmlichen Beschaffung.
„Durch unseren breiten Verbund an Lieferanten sind wir in der gesamten Fertigungstiefe lieferfähig“, so Christoph Rößner, Gründer der Fertigungsplattform Laserhub. Digitalplattformen sehen sich in ihren Geschäftsformen vor dem aktuellen Hintergrund mehr als bestätigt. „Innerhalb unseres Netzwerks stehen uns vielfältige Fertigungskapazitäten zur Verfügung, wodurch wir schnell liefern und sicherstellen können, dass die Teile pünktlich beim Kunden ankommen. Die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten geht bei uns gegen null“, bestätigt auch Dr. Markus Westermeier, Gründer der Plattform Spanflug. Online können Unternehmen über die automatisierte Plattform Laserhub ihre Blechteile bestellen, bei Spanflug individuelle CNC-Dreh- und -Frästeile fertigen lassen – ebenfalls online.
Zeitgemäße Beschaffung von Fertigungsteilen
„Onlinefertigung bedeutet für uns, dass wir auf Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung setzen, um unseren Kunden eine zeitgemäße Beschaffung von Fertigungsteilen zu ermöglichen“, sagt Benjamin Schwab, Leiter Marketing & Sales bei Facturee, einem Onlinefertiger von CNC- Teilen. Der Anspruch des Unternehmens ist in erster Linie, Problemlöser zu sein und Beschaffungsprozesse zu vereinfachen. „Es geht immer darum, für jeden Auftrag den bestmöglichen Fertiger in unserem Netzwerk zu finden“, sagt Schwab.
Onlinefertiger greifen auf ein großes Netzwerk und somit auf eine umfassende Expertise zahlreicher Unternehmen zurück. So schaffen es Onlinenetzwerke, innerhalb kürzester Zeit für jede Herausforderung den passenden Match zu finden. „Wir sehen es als unsere Aufgabe an, dass sich Einkäufer nicht mit den Stärken und Schwächen der einzelnen Partner auseinandersetzen müssen. Man kann von einem technischen Einkäufer nicht erwarten, dass er 100 verschiedene Zulieferer screent und überlegt, wer nun am besten passen könnte“, beschreibt Schwab den Anspruch von Facturee und fasst zusammen: „So gesehen nehmen wir dem Einkäufer alle Unannehmlichkeiten des Beschaffungsprozesses.“
Automobilbauer BMW setzt auf Onlinefertiger
Dass Unternehmen nicht nur Unannehmlichkeiten und Arbeitszeit durch Onlinefertiger einsparen können, zeigt das Beispiel von BMW. Der Automobilbauer setzt in seiner US-Fabrik in Spartanburg bei der Fertigung von Spannvorrichtungen für die Montage rückwärtiger Stoßfänger auf die Produktionsplattform Xometry. Da die Halterung je nach Modell unterschiedlich ausfällt und in kleinen Losgrößen gefertigt wird, war ihre Produktion lange Zeit kostenintensiv. Das Verfahren erforderte zudem lange Vorlaufzeiten.
Stand: 08.12.2025
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Heute werden die Halterungen in 3D-Druck im Stereolithografie-Verfahren (SLA) erstellt. Früher verstrich viel Zeit, um die unterschiedlichen Zulieferer für genau dieses Teil zu finden. Jeder produzierte unterschiedliche Einzelteile, der Verwaltungsaufwand für BMW war daher erheblich. Die Lösung: Die Entwickler laden ihre Anforderungen auf Xometry hoch und bekommen umgehend ein Preisangebot für das komplette Produkt. Xometry vergibt diesen Auftrag innerhalb seines Netzwerks, der Endkunde BMW hat somit nur Xometry als Ansprechpartner.
So kann der Hersteller heute die hoch spezialisierte Montagevorrichtung an einer einzigen Stelle bestellen, was den Aufwand beträchtlich reduziert. Im konkreten Fall spart BMW zehn Wochenstunden ein, die zuvor in die Beschaffung nur dieses einen Montageteils gesteckt wurden.
Bei der Produktion werden unterschiedliche Verfahren kombiniert: 3D-Druck, CNC-Bearbeitung und Kohlefaserteile. Aufgrund des innovativen Prozesses reduzierten sich nicht nur die Kosten, sondern auch das Gewicht des Montageteils um bis zur Hälfte.
Seit Kurzem bietet Xometry den Service Instant Quoting an, mit dem sich die preislichen Folgen einer Änderung an Menge, Material, Design oder Nachbearbeitung unmittelbar erkennen lassen. Was die Entwicklung mechanischer Teile, die über die Plattform in Auftrag gegeben werden, erleichtern und beschleunigen soll.
In der aktuellen Situation bieten die Plattformen beschleunigte Lieferungen für systemkritische Branchen an. Beispielsweise hat der Spanflug-Kunde Xenios ein System zur Behandlung von akutem Lungenversagen im Programm, das auch bei besonders schweren Coronaverläufen zum Einsatz kommt. Um der weltweit steigenden Nachfrage nachzukommen, wurde die Produktion um 50 % gesteigert. Ermöglicht wird dieser Anstieg mit dem Onlinefertiger Spanflug, der Bauteile für den Prototypenbau einer neuen Produktionsanlage für das dringend benötigte System liefert. Durch diese Anlage soll Xenios noch effizienter und schneller produzieren können.