Universal Robots Bei VW arbeiten Mensch und Roboter im Team zusammen
Der Automobilhersteller Volkswagen hat in seinem Motorenwerk in Salzgitter einen Industrieroboterarm des dänischen Herstellers Universal Robots in die Serienfertigung integriert. Das Besondere dabei: Es handelt sich um den ersten kollaborierenden Roboter, der weltweit bei Volkswagen im Einsatz ist.
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Der Leichtbauroboter UR5 von Universal Robots ist in der Zylinderkopfmontage installiert und dort für die Handhabung empfindlicher Glühstiftkerzen zuständig. Der sechsachsige Roboterarm kann dank seines integrierten Sicherheitsmodus ohne Schutzzaun direkt mit dem Menschen zusammenarbeiten. Dadurch trägt er, so der Roboterhersteller aus Odense, entscheidend zur Optimierung gesunder Arbeitsprozesse bei.
Volkswagen-Werk baut täglich rund 7000 Motoren
Das Volkswagen Werk in Salzgitter ist mit einer Fläche von 2.800.000 m² eines der größten Motorenwerke weltweit. Rund 6000 Mitarbeiter fertigen dort täglich 7000 Otto- und Dieselmotoren in über 370 Varianten an. Die Motoren mit 3 bis 16 Zylindern werden in den verschiedenen Modellen und Marken des Volkswagen Konzerns verbaut.
In der Zylinderkopfmontage des Werks setzt der Automobilbauer seit kurzem einen mit dem Menschen kollaborierenden Industrieroboterarm des dänischen Herstellers Universal Robots ein. Dieser ist für das Einstecken von Glühstiftkerzen in die Zylinderköpfe zuständig.
Roboter wird zum Produktionsassistenten in der Fertigung
Der Industrieroboter darf aufgrund seines integrierten Sicherheitsmodus (entsprechend der Norm EN ISO 10218) in nächster Nähe zum Menschen arbeiten. Ausgestattet ist dieser mit einem kollaborierenden Greifer, den der Systemintegrator Faude Automatisierungstechnik eigens für Volkswagen entwickelt hat und der die Sicherheitsvorgaben der Spezifikationsnorm für kollaborierende Roboter ISO/TS 15066 erfüllt. Somit konnte der Roboter ohne zusätzliche Schutzumhausung in die Produktionslinie integriert werden.
„Wir möchten mit einer ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung in allen Bereichen unseres Unternehmens langfristigen Belastungen für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorbeugen. Durch den Einsatz von Robotern ohne Schutzzäune können sie Hand in Hand mit dem Roboter zusammenarbeiten. Hierdurch wird der Roboter zum Produktionsassistent der Fertigung und kann als solcher den Mitarbeiter von ergonomisch ungünstigen Arbeiten befreien“, erläutert Jürgen Häfner, verantwortlicher Projektleiter im Volkswagen Werk Salzgitter.
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