Gegenwind Belegschaft von ZF protestiert gegen Stellenabbau

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Wegen Umstrukturierungen aufgrund des Trends zur E-Mobilität will der Automobilzulieferer ZF viele Stellen abbauen. Das wollen Belegschaft und IG Metall nicht widerstandslos hinnehmen ...

Morgen wollen Gewerksaft und ZF-Betriebsrat gegen den geplanten Stellenabbau protestieren. Dazu trifft man sich an den ZF-Standorten Saarbrücken und Neunkirchen-Wellesweiler ...(Bild:  ZF)
Morgen wollen Gewerksaft und ZF-Betriebsrat gegen den geplanten Stellenabbau protestieren. Dazu trifft man sich an den ZF-Standorten Saarbrücken und Neunkirchen-Wellesweiler ...
(Bild: ZF)

Die Standorte des Automobilzulieferers ZF in Saarbrücken und Neunkirchen-Wellesweiler werden sich morgen an einem bundesweiten Aktionstag beteiligen, kündigten Gewerkschafter der IG Metall und des Betriebsrates auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur an. Sie wollen damit auf den geplanten Personalabbau beim Friedrichshafener Unternehmen reagieren. ZF hatte Ende Juli angekündigt, in den kommenden vier Jahren bis zu 14.000 Stellen in Deutschland zu streichen. In welchem Umfang Reduzierungen an den 35 betroffenen Standorten vorgesehen sind, werde demnach in den kommenden Wochen konkretisiert. Für Saarbrücken mit derzeit 10.000 Beschäftigten macht laut Betriebsrat und IG Metall eine Zahl von 3.000 Stellen die Runde, die jedoch weder bestätigt noch dementiert worden sei.

Auch die Politik wird mit dabei sein

Man ist nicht bereit, diese Planungen so hinzunehmen, hatte der Vorsitzende Mario Kläs nach einer Betriebsversammlung Anfang August konstatiert. Das habe man auch der Unternehmensspitze eindeutig gespiegelt. Kläs glaube, das Management habe verstanden, dass wenn es diese Pläne durchziehen möchte, es mit erheblichem Widerstand zu rechnen habe. Derzeit sieht die Planung für morgen wohl vor, dass sich die Beschäftigten gegen 12:45 Uhr auf dem Werksgelände versammeln und bei schlechtem Wetter in der Kantine zu einer Infoveranstaltung zusammenfinden. Nach Angaben des Betriebsratsvorsitzenden werden dazu auch die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) und Wirtschaftsminister Jürgen Barke (SPD) erwartet.

ZF-Schwenk zu neuartigen Pkw-Achsantrieben

Zeitgleich zur Betriebsversammlung hatte ZF vor einigen Wochen bekanntgegeben, in Saarbrücken künftig neben Pkw-Automatikgetrieben zwei weitere rein elektrische Pkw-Achsantriebe zu produzieren. Trotz der Investitionen bleibe es aber nötig, den Standort strukturell anzupassen. ZF und die saarländische Landesregierung hatten Ende 2022 verkündet, dass der Standort zu einem sogenannten Leitwerk für die E-Mobilität ausgebaut werden soll. Nach Ansicht von Standortleiter Andreas Hubbuch beweisen die neuen Investitionen, dass man an diesen Plänen festhält. Laut Wirtschaftsminister Barke will das Land das Vorhaben in den nächsten 10 Jahren auch mit 250 Millionen Euro unterstützen. Die Voraussetzung dafür sei jedoch eine sehr hohe Beschäftigungsabsicherung auf höchstem Niveau.

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