Kopf über Wasser Hermle meldet bessere Halbjahreszahlen als prognostiziert

Quelle: dpa 3 min Lesedauer

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Die Berthold Hermle AG entwickelte sich trotz der kriselnden Gesamtlage im ersten Halbjahr besser als gedacht ...

Die Zeiten sind hart, aber die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG beweist mit den Zahlen für das 1. Halbjahr 2025, dass man besser abschneiden kann als zuvor gedacht. Doch rosig ist das, verglichen mit anderen Zeiten, dennoch nicht. Hier die Details ...(Bild:  Hermle)
Die Zeiten sind hart, aber die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG beweist mit den Zahlen für das 1. Halbjahr 2025, dass man besser abschneiden kann als zuvor gedacht. Doch rosig ist das, verglichen mit anderen Zeiten, dennoch nicht. Hier die Details ...
(Bild: Hermle)

Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG war im ersten Halbjahr 2025 von den schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen beeinflusst, heißt es. Die Gosheimer entwickelten sich durch Zuwächse im Ausland aber insgesamt etwas besser als erwartet. Der Auftragseingang des Werkzeugmaschinen- und Automatisierungsspezialisten ging gemessen am entsprechenden Vorjahreswert konzernweit um sechs Prozent auf 235,9 Millionen Euro zurück (Vorjahr = 250,9 Millionen). Die Nachfrage, heißt es, war regional sehr unterschiedlich. Denn während sich die neuen Bestellungen in Deutschland um 22,9 Prozent auf 68,4 Millionen Euro verringerten (Zuvor 88,7 Millionen), stiegen sie im Ausland um 3,3 Prozent auf 167,5 Millionen Euro (Vorjahr = 162,2 Millionen). Der Auftragsbestand lag Ende Juni bei 113,1 Millionen (Ende 2024 = 98,7 Millionen).

Multiple Krisenlage plagt Hermle-Geschäfte

Die niedrige Investitionsbereitschaft im Inland führt Hermle dabei auf die verbreitet geringe Kapazitätsauslastung der Unternehmen und hohe Unsicherheiten zurück. Wegen der starken Exportorientierung vieler Branchen, die Hermle beliefert, wirken sich derzeit die zunehmenden Zoll- und Handelskonflikte besonders deutlich aus. Hinzu kommen die bekannten, multiplen Krisen, wie die Energiewende und die Umstellung der Automobilindustrie auf alternative Antriebstechniken. Allerdings profitierten die Auslandsbestellungen in der Berichtsperiode von Vorzieheffekten bei Kunden in den USA, die lieber zuschlugen, bevor die Zölle kamen. Außer dem wachsenden Auslandsgeschäft machte sich auch der steigende Serviceumsatz stabilisierend bemerkbar, wie es weiter heißt. In diesem Bereich kamen Hermle die grundsätzlich zunehmende Zahl installierter Anlagen sowie der Trend zu komplexen Automationssystemen zugute.

So entwickelten sich die Hermle-Zahlen

Der Konzernumsatz nahm in den ersten sechs Monaten 2025 um 8,4 Prozent auf 221,6 Millionen Euro ab (Vorjahr = 241,8 Millionen Euro). Dabei verringerte sich das Inlandsvolumen um 34 Prozent auf 59,2 Millionen Euro (zuvor 89,7 Millionen). Der Auslandsumsatz erhöhte sich um 6,8 Prozent auf 162,4 Millionen Euro (Vorjahr = 152,1 Millionen). Damit erhöhte sich die Exportquote von 62,9 Prozent auf 73,3 Prozent. Das Betriebsergebnis verringerte sich, was man erwartet hatte, im Berichtszeitraum deutlich überproportional zum Umsatz (um 60,3 Prozent, auf 15,3 Millionen. Vorjahr = 38,5 Millionen). Hermle macht dafür die nachfragebedingt schwache Kapazitätsauslastung verantwortlich, die durch den Abbau von Gleitzeitkonten und durch Kurzarbeit nur begrenzt kompensiert werden konnte. Neben den Zolleffekten wirkte sich auch der Kursverfall des US-Dollar aus – wenn auch in relativ geringem Umfang. Ausufernde Bürokratie, der intensivierte Wettbewerb sowie steigende Provisionen durch den wachsenden Auslandsanteil am Umsatz. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag bei 16,7 Millionen (Vorjahr = 40,6 Millionen), woraus sich eine Bruttoumsatzmarge von 7,5 Prozent errechnet (zuvor 16,8 Prozent). Nach Steuern wies Hermle damit ein Halbjahresergebnis von 11,8 Millionen Euro aus (Vorjahr = 29,8 Millionen). Der operative Cashflow kam dabei auf 19,8 Millionen Euro (zuvor 36,7 Millionen).

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