Antriebskomponenten Beschichtete Werkzeuge pushen Antriebstechnik bei Bosch

Redakteur: Peter Königsreuther

Bosch und Cemecon haben im Rahmen eines Forschungsprojektes die Zerspanung von Common Rail Injektoren optimieren können. Ein umweltfreundlicher Beschichtungswerkstoff ist der Kern des Erfolgs.

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Antriebstechnik-Schub! Mit der Cemecon-Beschichtungstechnik HiPIMS konnte Bosch bei seinen Common Rail Injektoren die Bauteilqualität bei gesteigerter Prozesssicherheit erhöhen.
Antriebstechnik-Schub! Mit der Cemecon-Beschichtungstechnik HiPIMS konnte Bosch bei seinen Common Rail Injektoren die Bauteilqualität bei gesteigerter Prozesssicherheit erhöhen.
(Bild: Bosch)

Trotz aller Tendenzen, Verbrennungsmotoren in Zukunft von den Straßen zu verbannen, bestehen immer Chancen die Effizienz der Traditionsantriebe zu erhöhen. Und weil das bei Bosch zur täglichen Arbeit gehört, kann das Unternehmen jetzt einen Durchbruch melden. Dabei geht es um weniger Schadstoffausstoß und reduzierten Kraftstoffverbrauch. Das leisten die mit einer speziellen Cemecon-Beschichtung ausgestatteten Zerspanungswerkzeuge, die Komponenten für Injektoren herstellen. Ferrocon heißt die Beschichtung der Erfolgs, die über den HiPIMS-Beschichtungsprozess von Cemecon appliziert wird, informiert Bosch. Bei diesem Verfahren, reicht eine Beschichtungstemperatur von 500 °C aus, betont Cemecon, weshalb es zu keiner Hartmetall-Versprödung kommt. Man kann gleichmäßige Schichten zwischen 1 und 12 µm aufbauen – das sei verhältnismäßig dick. Außerdem komme der Prozess ohne umweltgefährdende Chemikalien aus. Fast jedes Element des Periodensystems kann laut Cemecon zum Beschichten genutzt werden. Sehr glatte, harte, aber zähe Beschichtungen, mit geringen Eigenspannungen sind das Resultat bei HiPIMS, die außerdem sehr gut auf dem Substrat haften. Die Standzeiten der Werkzeuge erhöhen sich damit deutlich.

Injektoren-Serienfertigung ist wirtschaftlicher, die Endprodukte noch hochwertiger

Am Standort in Bamberg, einem regelrechten Leitwerk, setzen die Experten von Bosch im internationalen Fertigungsverbund bei der Herstellung von Common Rail Injektoren und Düsen die Maßstäbe für moderne Dieseltechnologie, heißt es.

Vor zwei Jahren startete ein strategisches Forschungsprojekt im Hinblick auf verbesserte Oberflächeneigenschaften von Zerspanungswerkzeugen. Dadurch sollte es gelingen, die Zerspanung von Common Rail Injektoren zu optimieren. Dabei sollten die Eigenspannungen des Substrates (Hartmetall) und der Einfluss der Beschichtung auf diese unter die Lupe genommen werden. Außer den genannten Protagonisten, war auch das Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen der Leibniz Universität Hannover mit im Boot, den Bosch hatte mit den Wissenschaftlern bereits gute Erfahrungen gemacht, wie es weiter heißt.

Sebastian Glossner, Projektleiter Zerspanung für Common Rail Injektoren bei Bosch Bamberg, resümiert: „Ferrocon, eine von Cemecon stammende HiPIMS-Beschichtung für Zerspanungswerkzeuge hilft jetzt dabei, Krafstoff zu sparen und und Schadstoffemissionen zu reduzieren.“
Sebastian Glossner, Projektleiter Zerspanung für Common Rail Injektoren bei Bosch Bamberg, resümiert: „Ferrocon, eine von Cemecon stammende HiPIMS-Beschichtung für Zerspanungswerkzeuge hilft jetzt dabei, Krafstoff zu sparen und und Schadstoffemissionen zu reduzieren.“
(Bild: Bosch)

Ferrocon ist nun ein HiPIMS-Schichtwerkstoff, der speziell für die Zerspanung von unlegierten, legierten und Schnellarbeitsstählen konzipiert ist, führt Cemecon weiter aus. Die Arbeiten damit bei Bosch bestätigten, dass man damit bei der Serienfertigung von Common Rail Injektoren weniger Werkzeuge verschleißt, was natürlich Kosten spart, und letztlich die Qualität der Endprodukte erhöht werden kann. Das führt dazu, dass in der Praxis weniger Kraftstoff benötigt wird und folglich geringere Emissionen anfallen.

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