Logopress, ein Plug-in zu Solidworks, ermöglicht es Anwendern, die Fertigung mit Folgeverbundwerkzeugen effektiv umzusetzen. Mit Logopress Progsim nutzen sie dabei für die Umformsimulation in ihrer vertrauten Solidworks-Umgebung eine Technologie, die auf dem industrieerprobten Autoform-Solver basiert.
Seit 2021 arbeitet Löhmann Automotive Systems, Zulieferer von Stanz- und Stanzbiegeteilen, mit einem Simulationsmodul, das ihm beim Anlegen von Streifenlayouts die Simulation von Ausdünnungen und Aufdickungen, Falten- und Rissbildungen sowie Rückfederungen ermöglicht.
(Bild: LAS)
Marc Löhmann, Geschäftsführer von Löhmann Automotive Systems (LAS), ist überzeugt: „Die Simulation mit Logopress Progsim ist für uns ein Beschleuniger.“ Und ergänzt: „Damit sparen wir Zeit. Viel Zeit sogar.“ Seit 2021 arbeitet der Zulieferer von Stanz- und Stanzbiegeteilen mit dem Modul, das ihm beim Anlegen von Streifenlayouts die Simulation von Ausdünnungen und Aufdickungen, Falten- und Rissbildungen sowie Rückfederungen ermöglicht. „Bei Blechstärken von 0,2 bis 3 Millimetern verarbeiten wir viel Chrom-Nickel-Stähle 1.4301 und 1.4310“, beschreibt Löhmann. „Das ist auch einer der Gründe, warum die Simulation für uns so interessant ist. Der Stahl 1.4310 zum Beispiel federt ja stark zurück. Mit Logopress Progsim kommen wir hier schon zu einem frühen Zeitpunkt der Projekte nah an das Bauteilverhalten heran.“
Prozessablauf
„Üblicherweise kommt der Kunde mit dem Datensatz seines Bauteils auf uns zu“, schildert Löhmann die gängige Konstellation. „Ist das Layout bereits nahe am Bauteil, machen wir schon in dieser Angebotsphase erste Umformsimulationen.“ Werden beim Erstellen des Streifenlayouts gleich die Biege- und Ziehstempel berücksichtigt, kann er in Logopress Prog Sim wechseln und hier die Simulation ausführen. So wird LAS in die Lage versetzt, die Umformung, Toleranzen oder Probleme mit dem Kunden detailliert zu besprechen. In diesem Zuge kann der Zulieferer zum Beispiel erkennen, dass das Material in einem Bereich zu dünn wird und die Geometrie geändert werden muss, um die Funktionalität zu gewährleisten.
Schon in der Entwurfsphase Probleme mit der Rückfederung beheben
Deutlich werden solche Vorzüge an einem Bauteil für den neuen Audi Q5. „Für diese Komponente, mit der später per Bowdenzug die Motorhaube geöffnet wird, haben wir nach der Auftragserteilung zuerst das Werkzeug in Logopress konstruiert. Nachdem das Streifenlayout erstellt war, berechneten wir mit Logopress Progsim die Rückfederung“, erläutert Löhmann.
Seit Jahren arbeitet er mit Logopress Diedesign, mit dem er die Werkzeugkonstruktion und das Streifenlayout bis hin zur Abwicklung abdeckt. Seit 2021 gehört zum Toolset auch Logopress Progsim, das mit seiner virtuellen Tryout-Presse für kleine bis mittelgroße Stanz- und Stanzbiegeteile ausgelegt ist. Schon in der Entwurfsphase des Werkzeugdesigns und Streifenlayouts lassen sich mit dem Modul Probleme der Umformbarkeit und Rückfederung beheben sowie Tryout-Aufwände reduzieren.
Mehr Effizienz im Presswerk
Die Fachtagung von MM MaschinenMarkt und blechnet
Presswerke sind eine Millioneninvestition, entsprechend viel Output erwartet man von ihnen. Wie lassen sich Kosten senken und die Effizienz erhöhen? Vor dem Hintergrund der Herausforderungen von Qualität, Flexibilität, sinkenden Losgrößen und Verfügbarkeiten gilt es die Produktion für den steigenden Kostendruck fit zu machen. Lösungen, die Sie sofort in Ihrem beruflichen Alltag unterstützen, finden Sie als Entscheider auf unserer praxisnahen Fachtagung.
Beim Bauteil für den Audi Q5 stand die Konstruktion des Werkzeugs sehr schnell. Gefertigt aus kaltgewalztem, gut umformbarem DC03, waren für die Komponente ohnehin nur geringe Rückfederungen zu erwarten. Allerdings weist das Teil Sicken auf, die das Material im definierten Winkel versteifen sollen. Die Iterationen mit Logopress Progsim, die vor allem auf die Umformung und Rückfederung abzielten, haben laut Löhmann wunderbar geklappt – speziell die Simulation der Sicken. Sämtliche Winkel haben ohne Nacharbeitung gestimmt, Beanstandungen durch den OEM hat es keine gegeben. „Das war ein Idealfall“, erklärt Löhmann. „Dass er eintrat, ist der Simulation zu verdanken, ohne die ich mit einem anderen Winkel rangegangen wäre. Nacharbeit wäre die Folge gewesen.“ Vor diesem Hintergrund wird in Kürze die Fertigung des Bauteils beginnen.
Große Zeitersparnis in der Zusammenarbeit mit Kunden
Mit Logopress Progsim arbeitet LAS inzwischen seit zwei Jahren, sodass sich die Vorteile belastbar angeben lassen. „Neben der frühzeitigen Beratung des Kunden, dem Reduzieren von Tryout-Aufwänden und der Minderung von Nacharbeiten oder gar Fehlteilen ist es vor allem die Zeitersparnis“, unterstreicht der Geschäftsführer. Diese Zeitersparnis ist Löhmann jedoch besonders wichtig, weil seine Kunden die Werkzeuge häufig sehr spät bestellen. Die verbleibende Spanne für Konstruktion und Bau ist meist sehr kurz. „Hier hilft uns Logopress Progsim immens“, berichtet Löhmann. Natürlich handelt es sich bei all dem um vereinfachte Simulationen, die bestimmte Faktoren, wie etwa Öle, nicht einbeziehen. „Grundsätzlich sind aber diese Simulationen, die auf Autoform-Technologie basieren, sehr solide. Und man arbeitet detailliert Aspekte heraus, die vorher nicht bekannt waren.“
Beim Bauteil für den Audi Q5 waren dies kleine Nasen, die als Ziehoperation umgesetzt werden mussten. Dabei verjüngt sich die Biegung nach oben, das Material darunter wird dünner. „Dieses Verhalten haben wir simuliert und mit dem Kunden besprochen, der die Nase als Anschlag nutzen wollte. Um nicht zu stark auszudünnen, haben wir dann die Höhe reduziert und mit dieser Anpassung die Funktionalität des Anschlags verbessert.“ Dies zeigt einmal mehr: Dank Logopress Progsim kann Löhmann seine Kunden auf Probleme hinweisen, noch bevor die eigentliche Produktion beginnt. Frühzeitig kann er zeigen, wo Material rein- oder auch rauslaufen wird oder wie sich zu enge Toleranzen korrigieren lassen. Er kann Einfluss auf die Zeichnung nehmen und ein optimiertes Design anbieten – auch mit Blick auf das spätere Messen des Bauteils. „Das ist ein ganz wichtiger Punkt, den wir stets mit Kunden besprechen. Denn wie gemessen wird, ist nicht trivial“, führt Löhmann aus. „Mit Logopress Progsim kann ich jedoch von Anfang an festlegen, dass an Stelle x in Höhe y zu messen ist. All das spart viel Zeit.“
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Hinzu kommt, laut Löhmann, dass das Simulationstool in seiner aktuellen Version wieder maßgeblich weiterentwickelt wurde. Dies betrifft insbesondere das Thema Rückfederung: Wurde sie früher optisch dargestellt, lässt sich heute jede Rückfederung als Mesh-Körper herausziehen. „Dass ich an diesem Körper dann differenziert Messungen vornehmen kann, ermöglicht ein noch professionelleres Arbeiten – auch in der Kommunikation mit dem Kunden: Ich erstelle einfach eine Präsentation und weise auf mögliche Probleme hin. So kann ich schnell und fundiert in das Bauteildesign eingreifen.“
Darüber hinaus wird die Simulation, die früher mit einer optisch aufgedickten Außenhülle realisiert wurde, seit diesem Jahr mit dem kompletten Volumen ausgeführt. „Wird etwas geprägt, können wir daher genau sehen, wie sich das Material verformt. Indem wir mit Autoform im engen Austausch stehen und unsere Wünsche und Anregungen regelmäßig kommunizieren, fließen solche Details in die Weiterentwicklung der Software ein.“ Löhmann, der mit Logopress Progsim seinen Arbeitsplatz komplettiert hat, zieht daher ein positives Fazit: „Wir haben heute alle nötigen Tools und freuen uns jedes Jahr auf neue Funktionen.