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Blau angereichertes Licht macht müde Männer munter

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Ergonomische Arbeitsplätze reduzieren den Krankenstand

Arbeitsspezifische Lichtverhältnisse und ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze brachten auch der Jenoptik Polymer Systems GmbH in Triptis den erwünschten Erfolg. Weil im Bereich optischer Komponenten die Durchlaufzeit anstieg und die krankheitsbedingten Fehltage von Mitarbeitern zunahmen, startete das Unternehmen ein neues Projekt zur ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung. „Dabei wurden die Mitarbeiter mit ins Boot geholt und aktiv in den Optimierungsprozess eingebunden“, betonte Jörg Poser, Beauftragter für Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz.

Am neuen Arbeitsplatz sollten Mitarbeiter beider Geschlechter mit unterschiedlichen Körpergrößen arbeiten können. Auszuführende Arbeiten waren die Abtrennung von optischen Kunststofflinsen sowie die Montage von unterschiedlichen Baugruppen.

Mitarbeiterbeteiligung sichert Akzeptant ergonomischer Systemarbeitsplätze

Das Ergebnis: Ein höhenverstellbarer Systemarbeitsplatz mit ergonomisch angeordneten Arbeitsmitteln und aufsetzbarer Flowbox. Die arbeitsbezogene Lichtlösung von Waldmann umfasst eine schienengelagerte Systemleuchte, die individuell nach vorn und hinten verschiebbar und um fast 90° in beide Richtungen drehbar ist, sowie eine individuell einstellbare, blendfreie Gestängeleuchte.

„Die Akzeptanz der neuen Arbeitsplätze stand nicht infrage“, sagte Poser, „weil die Mitarbeiter von Anfang an beteiligt waren.“ Auch der „Ertrag“ fürs Unternehmen kann sich sehen lassen. „Ausschuss und Reklamationen haben sich verringert und die Krankenquote reduzierte sich um zwei Prozentpunkte“, konkretisierte Poser den Erfolg der Arbeitsplatzgestaltung.

Beteiligung der Mitarbeiter sichert den Projekterfolg

Wenn es um die Steigerung der Produktivität durch Prozessoptimierung geht, kann auch Michael Aicher, Geschäftsführer der SRI Consulting & Training GmbH, aus dem Nähkästchen plaudern. „Es gilt, alle Beteiligten mit ins Boot zu holen, vor allem den Betriebsrat“, betonte Aicher, „denn hat man ihn auf seiner Seite, ist das schon die halbe Miete.“

Dem Erfolg steht dann nichts im Wege, wie die Prozessoptimierung bei der PFW Aerospace AG in Speyer zeigt, an der PFW-Mitarbeiter beteiligt waren. Projektziel waren eine nachhaltige Absenkung der Bestände und kürzere Durchlaufzeiten. Aicher bilanzierte das Ergebnis: „Die Bestände sanken um 50%, der Flächenbedarf um 20% und die Durchlaufzeit um 75%, die Effizienzsteigerung betrug 20%.“

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