Automatisches Kleinteillager BMW lässt seine Ersatzteile von Robotern bringen

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Die zentrale Aftersales-Logistik von BMW ist in Dingolfing angesiedelt, gleichzeitig einer der größten Produktionsstandorte der Bayern. Seit vergangenem Dezember sausen dort 80 vollautomatisierte Shuttle-Roboter zwischen den Lagerhallen im sogenannten Dynamikzentrum hin und her.

Kleinteil-Shuttle im BMW-Werk Dingolfing. Rund 15 Millionen Euro hat man dort in die Automatisierung investiert.(Bild:  BMW)
Kleinteil-Shuttle im BMW-Werk Dingolfing. Rund 15 Millionen Euro hat man dort in die Automatisierung investiert.
(Bild: BMW)

Ihr Ziel: Schnell die Kisten mit den angeforderten Original-BMW-, Mini- und BMW-Motorrad-Ersatzteilen vom jeweiligen Stellplatz zum Förderband zu bringen. Das Band transportiert die Boxen dann automatisch weiter bis zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die die Bestellungen von der Unterlegscheibe bis zum Außenspiegel verpacken, sodass sie von Dingolfing aus an Regionallager und Kunden in aller Welt ausgeliefert werden können.

„Ware zur Person“

Die Kleinteil-Shuttles (KTS) entlasten ihre menschlichen Kolleginnen und Kollegen, deren Vornamen sie zum Teil tragen – Ilona und Maximilian zum Beispiel. Dank der automatisierten Helfer müssen die Beschäftigten nicht mehr den schweren Kommissionierwagen zwischen die Lagerregale schieben und die Bestellung einsammeln; die Ware kommt nun zu ihnen. Auch ein Pick-by-Light-System wurde in Dingolfing integriert. Per Lichtpunkt zeigt es den Beschäftigten an ihren ergonomisch gestalteten, höhenverstellbaren Arbeitstischen an, in welchem Element der Transportbox das bestellte Ersatzteil zu finden ist. Auch das vermeidet Pickfehler. Alles in allem verbessert das neue Lagersystem somit Effizienz und Qualität der Kommissionierprozesse. Es umfasst 80.000 Stellplätze und eine über 1,1 Kilometer lange Fördertechnik. Zwei Drittel aller Kleinteilaufträge bei BMW laufen über das neue Lager. Täglich werden von 32 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in zwei Schichten etwa 6.000 Warenausgangspositionen bearbeitet.

Modernste Automatisierungstechnik hilft uns, wettbewerbs- und zukunftsfähig zu bleiben und unsere Kunden bestmöglich mit Ersatz- beziehungsweise Zubehörteilen zu versorgen.

Richard Kamissek, Leiter Customer Support Logistics bei BMW

Rund 15 Millionen Euro hat die BMW Group Aftersales-Logistik in die Automatisierung der Kleinteilkommissionierung gesteckt und führt damit ihre Investitionen in digitale Lagertechnik fort. Bereits 2020 ging am Standort Dingolfing ein neues Hochregallager (HRL) mit einer vollautomatisierten Ein- und Auslagerung größerer Teile in Betrieb. Darüber hinaus kommen vermehrt automatisiert fahrende Routenzüge und Smart Transport Robots zum Einsatz. Gemeinsam mit den Außenstandorten Wallersdorf und Bruckberg (beide ebenfalls Bayern) bildet das Dynamikzentrum das Herz der zentralen Aftersales-Logistik der BMW Group. Über 370.000 unterschiedliche Teilenummern lagern am Standort, rund 9,5 Millionen Warenausgangspositionen werden pro Jahr bearbeitet. (bm)

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