Geld weg! Boeing-Verluste weitaus höher als erwartet

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

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Boeing kommt einfach nicht aus dem Krisenmodus heraus und muss die nächsten Milliardenabschreibungen vornehmen, wie die dpa erfahren hat.

Große Höhenflüge darf man derzeit beim Flugzeugbauer Boeing nicht erwarten. Denn das Unternehmen ist von diversen Problemen geplagt, die jetzt dazu führen, dass weitere Milliardenverluste hinzunehmen sind. Hier mehr dazu ...(Bild:  Boeing)
Große Höhenflüge darf man derzeit beim Flugzeugbauer Boeing nicht erwarten. Denn das Unternehmen ist von diversen Problemen geplagt, die jetzt dazu führen, dass weitere Milliardenverluste hinzunehmen sind. Hier mehr dazu ...
(Bild: Boeing)

Der gebeutelte Flugzeugbauer Boeing verwies unter anderem auf den wochenlangen Streik seiner Arbeiter im Herbst, höhere Kosten durch den neuen Tarifvertrag sowie auf die Probleme bei einem neuen Tankflugzeug und der nächsten Air Force One. In der Passagierflugzeug-Sparte gebe es eine Vorsteuerbelastung von 1,1 Milliarden Dollar (1,06 Milliarden Euro). Was den Rüstungsbereich angelangt, so kommen noch einmal 1,7 Milliarden Dollar hinzu, wie es weiter heißt. Der Konzern hatte bereits im Oktober rund fünf Milliarden Dollar an Abschreibungen bekanntgegeben. Boeing legte nun sehr überraschend die ersten Eckdaten für das vergangene Quartal vor. Deswegen gibt es noch kein volles Bild.

Neue Tarife belasten den

Passagierflugzeug-Sektor

Aber es zeichne sich ab, dass es keine positiven Zahlen sein würden. So bezifferte Boeing den Verlust pro Aktie auf 5,46 Dollar. Analysten hätten auf dieser Basis mit einem um vier Dollar besseren Wert gerechnet. Die vollen Quartalszahlen legt Boeing am 28. Januar vor, so der Bericht. Im Passagierflugzeug-Geschäft steht, wie Boeing weiter ausführt, eine Belastung von 900 Millionen Dollar zu Buche. Und zwar wegen der nach der Tarifeinigung höheren Arbeitskosten bei der Entwicklung der nächsten Generation des Langstreckenjets 777, sowie aufgrund der niedrigere Auslieferungen beim Modell 767 wegen des Streiks. Denn die Boeing-Arbeiter im Nordwesten der USA hatten im Herbst für rund sieben Wochen die Arbeit niedergelegt und ein Einkommensplus von 38 Prozent über eine Laufzeit von vier Jahren durchgesetzt.

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