Mehr Möglichkeiten in Metall Bosch gibt Millionen für leistungsstarken 3D-Drucker aus

Quelle: Bosch 2 min Lesedauer

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Bosch investiert knapp sechs Millionen Euro in ein Metall-3D-Druckzentrum. Bosch sei damit der erste Tier-1-Lieferant in Europa, der über diese Power für die additive Fertigung verfüge.

Durch die Anschaffung eines sehr leistungsfähigen Metall-3D-Druckers von Nikon SLM Solutions ist Bosch in Nürnberg jetzt auf dem nächsten Level der Machbarkeit von Bauteilen angelangt. Hier hält ein Mitarbeiter ein damit additiv gefertigtes Gehäuse für ein Lenkgetriebe in Händen.(Bild:  Bosch)
Durch die Anschaffung eines sehr leistungsfähigen Metall-3D-Druckers von Nikon SLM Solutions ist Bosch in Nürnberg jetzt auf dem nächsten Level der Machbarkeit von Bauteilen angelangt. Hier hält ein Mitarbeiter ein damit additiv gefertigtes Gehäuse für ein Lenkgetriebe in Händen.
(Bild: Bosch)

Schnelligkeit, Präzision, Flexibilität und Energieeffizienz sind nach eigenem Bekunden für Bosch zentrale Erfolgsfaktoren, wenn es um die Fertigung komplexer Metallteile geht, die das Unternehmen an interne wie externe Abnehmer liefert. Mit einem neuen Metall-3D-Drucker im Nürnberger Werk will der Konzern nun seine Vorreiterrolle in der Zulieferbranche stärken. Bosch betont, damit in Europa der erste Tier-1-Lieferant im Automobilbereich zu sein, der über eine Anlage dieser Leistungsklasse verfügt. Die oben genannte Summe hat das Werk für das Metall-3D-Druckzentrum und den damit verbundenen Erwerb sowie für die Installation des Druckers NXG XII 600 von Nikon SLM Solutions ausgegeben. Mit dem neuen 3D-Drucker sollen besonders die Entwicklungszyklen für Metallteile, die mit konventionellen Herstellungsverfahren viel Zeit in Anspruch nehmen oder gar nicht machbar sind, reduziert werden. Der Schritt unterstreiche außerdem, dass Bosch am Standort Deutschland weiterhin festhalte.

Bosch „bohrt“ per 3D-Druck um die Ecke

Die schiere Größe und technische Ausstattung der 3D-Druck-Anlage eröffnen laut Bosch neue Möglichkeiten. Und auf Basis einer zuvor entwickelten, computergestützten Konstruktionsdatei schmilzt damit ein Dutzend Laser das Metallpulver Schicht für Schicht auf, um hochkomplexe Bauteile zu fertigen, wie man erfährt. Dabei sei der neue Metall-3D-Drucker bis zu fünfmal schneller als die bisher eingesetzten 3D-Druck-Systeme. Aufwändige Strukturen (etwa innen liegende oder geschwungene Kanäle), die per Fräsprozess schlichtweg nicht machbar sind, lassen sich bekanntlich problemlos additiv fertigen. Man kann ja mit konventionellen Methoden sozusagen nicht um die Ecke bohren! Doch per 3D-Druck kommt man zu solch einem Ergebnis – ohne, dass Späne fliegen. Der Drucker decke bei Bosch in Nürnberg die Herstellung der Rohteile ab. Auch Ressourcen werden so geschont, denn die Verschwendung von Rohmaterial wird beim 3D-Druck fast auf null reduziert, wie man betont.

Kompletter Motorblock aus dem 3D-Drucker

Besonders anschaulich ließen sich die neuen Möglichkeiten des 3D-Drucks am Beispiel eines Motorblocks erklären. Vom ersten Entwurf bis zur Serienproduktion können dabei nämlich in der konventionellen Produktion bis zu drei Jahre vergehen. Allein die Fertigstellung der Gussform dauere rund 18 Monate. Nutzt man die additive Fertigung, braucht es aber keine Form. Die Konstruktionsdaten werden dabei direkt an den Drucker übermittelt, und bereits nach wenigen Tagen liegt der fertige Motorblock vor, heißt es dazu. Die Entwicklungszeit des gesamten Produktes reduziere sich damit überdeutlich.

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