Zitterpartie Geplantes Bosch-Sparprogramm kann über 1.500 Stellen kosten

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der Technologiekonzern Bosch macht bei seinem Sparprogramm Tempo und plant Stellenstreichungen an mehreren Standorten in Deutschland ...

Es hilft nichts! Bosch muss Stellen streichen. Vor allem Abstatt und Reutlingen wird es treffen, wie die dpa heute erfahren hat ...(Bild:  Bosch)
Es hilft nichts! Bosch muss Stellen streichen. Vor allem Abstatt und Reutlingen wird es treffen, wie die dpa heute erfahren hat ...
(Bild: Bosch)

Betroffen von den Sparmaßnahmen sind das Bosch-Werk in Reutlingen sowie die Tochterfirma Bosch Engineering mit Sitz in Abstatt bei Heilbronn. Insgesamt stehen wohl 1.560 Arbeitsplätze auf dem Spiel, wie aus Mitteilungen des Unternehmens hervorgeht. In Reutlingen sollen im Bereich für Steuergeräte bis Ende 2029 bis zu 1.100 Jobs wegfallen. Hintergrund sollen verschärfte Marktbedingungen, deutlich sinkende Stückzahlen sowie ein zunehmender Wettbewerbs- und Preisdruck sein. Der Markt sei folglich durch neue Anbieter hart umkämpft. Die dortige Steuergerätefertigung, deren Ergebnisse man in Motoren, Klimaanlagen oder Fahrassistenzsystemen findet, sei deshalb nicht mehr wettbewerbsfähig. Außer der Produktion sind von den Sparplänen auch die Entwicklung und die Verwaltung betroffen. Bereichsvorstand Dirk Kress teilt dazu mit: „Der erforderliche Stellenabbau fällt uns nicht leicht, ist zur Zukunftssicherung des Standorts jetzt aber dringend erforderlich!“

Das wird der Bosch-Belegschaft noch bevorstehen ...

Der Konzern habe Betriebsrat und Belegschaft in Reutlingen über die Situation informiert. Es gebe aber noch keine Entscheidung über mögliche Maßnahmen. Es sollen nun Gespräche aufgenommen werden. Man wolle dabei mit dem Betriebsrat eine Lösung finden und die Umsetzung der Maßnahmen so sozialverträglich wie möglich durchführen. Parallel zum Umbau investiert Bosch aber weiter in den Halbleiterbereich. Bis Ende 2025 wird im Zuge dessen die Reinraumfläche in Reutlingen um über 5.000 Quadratmeter erweitert, damit dort Chips aus Siliziumkarbid vom Band laufen können. Beim Punkt Elektroautos ermöglichten diese Halbleiter größere Reichweiten und effizientere Ladevorgänge, weil durch sie weniger Energie verloren geht. Von den Plänen verschont bleiben sollen die Bereiche Bosch-e-Bike Systems und Bosch Sensortec. Aber auch bei der Tochterfirma Bosch Engineering stehen Einschnitte bevor. Bosch Engineering müsse auf Überkapazitäten und den Kostendruck reagieren und sich wettbewerbs- und zukunftsfähig aufstellen. Dort sollen weltweit bis zu 460 Stellen gestrichen werden, davon rund 380 Jobs in Abstatt bei Heilbronn und Holzkirchen bei München. Genaueres konnte noch nicht in Erfahrung gebracht werden.

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