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Der Faktor Standardisierung
Über das Thema „Reduktion von manueller Nacharbeit im Werkzeug- und Formenbau“ referierte Andreas Walbert von Makino und stellte Lösungen vor, die eine kostenintensive Nachbearbeitung auf ein Minimum reduzieren oder sogar komplett vermeiden können. Diese Lösungen könnten laut Unternehmen dazu beitragen, die gesamten Prozesskosten an einem Werkzeug oder an einer Form zu reduzieren. Beginnend beim geometrisch möglichst optimalen Grundaufbau der Maschine über das entsprechende Know‐how in der Anwendungstechnik und damit verbunden mit dem CAM‐System bis hin zum Applikationssupport trügen laut Walbert viele Bausteine von Makino dazu bei, ein möglichst formgenaues Abbild der Konstruktionsdaten in Stahl zu erzeugen.
Wichtigste Grundvoraussetzung für das Erzielen höchster Genauigkeiten am Werkstück sei aber vor allem ein konsequentes Temperaturmanagement einer geometrisch möglichst genau aufgebauten Maschine, welches die Wärme konsequent abführt anstatt zu versuchen, die Auswirkungen von Temperaturschwankungen zu kompensieren. Kerngekühlte und vorgespannte Kugelumlauftriebe sowie deren Lagerung, ein thermisch isolierter Gusskörper der Maschine, und die konsequente Ableitung der Wärme aus den Motoren der Achsantriebe sowie die Spindelkernkühlung resultierten laut Walbert aus diesem Ansatz.
Welchen Beitrag die Beschichtungstechnologie zur Steigerung von Produktivität, Wirtschaftlichkeit und Fertigungssicherheit für Spritzguss- und Extrusionswerkzeuge leisten könne, demonstrierte Ueli Anderwert von der Oerlikon Balzers Coating AG in seinem Vortrag „Einsatz von PVD und PACVD-Beschichtungen“. Durche eine starke Reduzierung von Anhaftungen, Korrosionsverzögerung sowie Kratz- und Verschleißschutz der Werkzeugoberflächen könnten laut Anderwert insgesamt eine höhere Produktionseffizienz und Zuverlässigkeit gewährleistet und dadurch die Gesamtwerkzeugkosten weiter gesenkt werden.
Zwischen den einzelnen Vorträgen konnten sich die mehr als 200 Besucher pro Tag bei 36 Ausstellern der Branche über Produkte und Dienstleistungen erkundigen. Die vielen Pausen boten den Besuchern die Möglichkeit zum gemeinsamen Wissensaustausch. Jeder Tag fand seinen Ausklang in einer einstündigen Schiffsfahrt auf dem Bodensee mit anschließendem Diner und Livemusik.
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