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Regelungstechnik Braucht es noch PID-Regler?

Von Johann Lainer

Fortschritte in der Computertechnologie stellen die Rolle des gewohnt zuverlässigen PID-Reglers (Proportional Integral Derivative) in Frage. Prozesse wandeln sich, werden anspruchsvoller und stoßen so die Einführung neuerer Lösungen an. Haben PID-Regler in industriellen Anwendungen immer noch Platz?

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Ingenieure beim Überwachen einer Industrieanlage.
Ingenieure beim Überwachen einer Industrieanlage.
(Bild: Watlow)

PID-Regler werden in den meisten automatischen Prozesssteuerungsanwendungen zur Regelung von Durchfluss, Temperatur, Druck, Füllstand und vielen anderen industriellen Prozessvariablen eingesetzt.

Die PID-Technologie gibt es bereits seit fast einem Jahrhundert. Der russisch-amerikanische Ingenieur Nicolas Minorsky entwickelte 1922 das formelle Regelgesetz, das heute als PID bekannt ist. Es bot viele Jahre lang eine beliebte Lösung, weil ein PID-Regler mit analogen Schaltungen realisierbar ist. In den 1980er-Jahren gewann die Lösung dann im Zuge der zunehmenden Rechenleistung weiter an Popularität, da zu ihrer Anwendung nicht mehrere Ressourcen erforderlich waren.