Bürkert Fluid Control Systems setzt auf Wachstum an seinen europäischen Standorten: Mitte Juli hat das Unternehmen das Werk im Elsass um Produktionsflächen und ein Logisitkgebäude erweitert. Am Bürkert-Campus Criesbach war Spatenstich für ein neues Gebäude für die Kunststofffertigung.
Bürkert baut auf dem Campus Criesbach ein neues Gebäude für die Kunststofffertigungstechnik, mit Werkzeugkonstruktion und Werkzeugbau.
(Bild: Bürkert Fluid Control Systems)
Der Fluidexperte Bürkert setzt auf Wachstum und investiert massiv in seine Standorte. So wurde am 13. Juli 2023 der Erweiterungsbau des Bürkert-Werks im elsässischen Triembach au Val (Frankreich) eingeweiht. Rund 15 Mio. Euro investierte Bürkert Fluid Control Systems in die Erweiterung dieses Produktionsstandorts, an dem industrielle Sensoren gefertigt werden. Um die Produktionskapazitäten zu erweitern, sind hier in den letzten Jahren ein neues Logistikgebäude sowie Erweiterungsflächen für die Produktion geschaffen worden.
Auf mehr als 5.500 Quadratmetern entstand in Triembach au Val der Erweiterungsbau des Fludikspezialisten Bürkert.
(Bild: Bürkert Fluid Control Systems)
Neben dem etwa 1.500 Quadratmeter großen Logistikgebäude, das bereits Anfang März 2022 bezogen wurde, wurden Produktionsflächen mit einer Gesamtgröße von rund 4.000 Quadratmetern errichtet. „Die neuen Flächen werden künftig für die Entwicklung und Produktion des Durchflussmessers Flowave genutzt sowie für einige produktionsunterstützende Bereiche“, erklärt Patrick Reimeringer, Geschäftsführer von Bürkert France. Eine Werkzeugwerkstatt sowie Büro- und Besprechungsräume komplettieren das Erweiterungsprojekt. Die bestehenden Räumlichkeiten werden weiterhin genutzt: „Durch die neu geschaffen Platzverhältnisse können zudem Abläufe neu organisiert werden“, ergänzt Reimeringer.
„In Triembach ist über die letzten Jahre eine klare Fokussierung auf das Thema Sensorik erfolgt, sodass wir dort heute von einem regelrechten ‚Kompetenz-Zentrum‘ sprechen können. Die Werkserweiterung ermöglicht nun das weitere Wachstum für Produktion, Innovation und letztlich Kreativität.“, fasst Georg Stawowy, CEO der Bürkert-Gruppe, die Bedeutung des französischen Standortes im Hinblick auf das gesamte Unternehmen zusammen.
Kunststofffertigung: Erweiterungsbau in Hohenlohe
Der symbolische Spatenstich am 20 Juli 2023 auf dem Bürkert Campus Criesbach markiert den Startschuss für den Erweiterungsbau, der Ende 2024 bezugsfertig sein soll.
(Bild: Bürkert Fluid Control Systems)
Nur wenige Tage später, am 20. Juli, feierte das Unternehmen am Bürkert-Campus Criesbach den offiziellen Spatenstich für den Bau eines mehr als 5.300 Quadratmeter großen Gebäudes für Kunststofffertigungstechnik mit Werkzeugkonstruktion und Werkzeugbau. Bis Ende 2024 soll das neue Gebäude fertiggestellt sein.
Aktuell sind Kunststoffspritzerei, Werkzeugbau und Kunststofftechnikum in einem benachbarten Gebäude – ebenfalls auf dem Campus Criesbach – angesiedelt. Nach dem Umzug werden die dann freien Flächen für die Erweiterung des Systemhauses sowie der Fertigung genutzt.
Das neue Gebäude bietet Bürkert also künftig mehr Fläche, um die Anforderungen von Kunden im Kunststoffbereich im eigenen Haus umzusetzen. Denn der gesamte Kunststofffertigungsprozess beginnend bei der Entwicklung einer Lösung über den Werkzeugbau bis hin zur Fertigung, in der Kunststoffspritzerei findet direkt bei Bürkert statt.
Nachhaltigkeit steht bei Neubauten im Fokus
Für Bürkert kommt es bei Bauvorhaben aber nicht nur auf die Realisierung der technischen Anforderungen an, sondern ebenso auf die Schaffung von optimalen Umweltbedingungen und klimafreundlichen Maßnahmen: So wurden die neuen Gebäude in Triembach beispielsweise mit einer sogenannten „Energiezentrale“ ausgestattet. Dieser holzbefeuerten Biomassekessel versorgt neben den neu installierten Photovoltaikanlagen den gesamten Standort mit Energie. Ein sogenanntes Freecooling-System ermöglicht zusätzlich Energieeinsparungen. Das Prinzip dahinter: Es wird keine kalte Luft mechanisch erzeugt, sondern stattdessen kalte Luft aus der Umgebung genutzt. Patrick Reimeringer erklärt: „Die neuen Gebäude und eingesetzten Technologien werden den CO2-Fußabdruck von Bürkert erheblich verringern. Außerdem wird es uns so möglich sein, wirtschaftliches Wachstum mit gesellschaftlicher und ökologischer Verantwortung zu verbinden.“
Beim Bau des neuen Gebäudes am Campus Criesbach achtete man zudem auf den sinnvollen Einsatz von Rohstoffen: Statt wie üblich auf Zement für die Bodenverdichtung zu setzen, entschied sich Bürkert für Kalk, wie Tobias Kindtner, Projektleitung Bau, berichtet. Kalk habe den Vorteil, bei der Herstellung weniger CO2 als Zement zu verursachen, erklärt Kindtner weiter.
Grundsätzlich wird beim Bau vorrangig Holz als Baumaterial verwendet, da bei der Herstellung von Stahl mehr CO2-Emissionen entstehen. Beispielsweise werden die Geschossdecken im Verwaltungsbereich als Holz-Beton-Verbunddecken gefertigt. Nur für die Deckschicht wird Ortbeton verwendet, was die benötigte Betonmenge in etwas halbiert.
Eine vorausschauende Planung mit Rohstoffen und bereits vorhandenen Materialien soll Verschwendung vermeiden. Systemtrennwände, die bereits im Bestand sind, werden umgebaut, sodass sie im neuen Gebäude weiter genutzt werden können. Das neue Gebäude wird außerdem so gebaut, dass im Falle einer Erweiterung oder eines Rückbaus die einzelnen Elemente der Fassade getrennt werden können.
Zum Beheizen des Gebäudes kann die Abwärme der Produktionsanlagen genutzt werden. Auf dem Dach sowie an den Fassadenflächen des Gebäudes wird – wo es sinnvoll ist – eine Photovoltaikanlage installiert.
Weitere Investitionen geplant
Bei einem Umsatz von 719,7 Mio. Euro lag die gesamte Investitionsquote von Bürkert 2022 bei knapp 25 Prozent. Auch für die kommenden Jahre stehen einige Bauvorhaben an. So plant der Fluidikspezialist in den nächsten zweieinhalb Jahren Investitionen von insgesamt rund 70 Millionen Euro an unterschiedlichen Standorten. Durch diese Investitionen im In- und Ausland, kann Bürkert nach eigenen Angaben seine bereits bestehende Position am Markt ausbauen, gleichzeitig aber auch neue Märkte erschließen und so gemeinsam mit Kunden und Partnern weiter wachsen.
Stand: 08.12.2025
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